Dienstag, 22. Februar 2011

Walter Timmlings letzte Bilder 1947/48: Engel und kranke Kinder


Hermann Klemms (siehe: http://barrynoa.blogspot.com/2011/01/erinnerung-hermann-klemm-1904-1983.html) vielbeachteter Nachruf auf den Tod Walter Timmlings (siehe bisherige Beiträge im Blog) in der Zeitschrift „Unterwegs“ erwähnte sie schon, die Engel im letzten Lebenswinter 1947/48 des schon schwerkranken Timmling:
„Religiöse Themen hat er bewußt nie gemalt bis auf die wenigen eigenartigen Engel, die er als Schwerleidender im letzten Winter schuf.“

Ein paar dieser Engelbilder stelle ich heute vor. Sie alle atmen den Geist des Jenseitigen und auch Timmlings Malstil ist so ganz anders als in den Zeiten seines mehr irdisch ausgerichteten Lebens. Parallel zu diesen Engeln, die mal pardiesisch wirken und ein andermal mehr fremdartig düster, malte er Bilder von kranken Kindern, auch mit immer weniger Kontur, siehe „Kranker Junge am Fenster“ und „Kranker Junge auf einem Stuhl“. Geradezu halluzinatorisch sind die Farben des kranken Jungen mit blondem Haar. Dieses Blond ist nicht mehr gesund, so wie in früheren Bildern, sondern ein Gelb, daß einen an eine tödliche Gelbsucht denken läßt. Timmling ahnte seinen Tod in diesen seinen letzten Bildern.

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