Freitag, 31. Oktober 2014

Speziesisten-Pyramide oder wie propagierte Theorie und Praxis bei einigen Veganern und Tierrechtlern zweierlei Schuhe sind



 
Passend auch zu meiner gestrigen Collage, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/tierfreunde.html :


Heute mal Zitate aus einem Forum von „Tierschützern“ und Veganern, die, man glaubt es kaum, diese Forenbeiträge empören, dies aus dem simplen Grund, da sie selbst Hunde und Katzen halten und ihr ganzes Getue, daß doch die Menschen endlich mit der Massentierhaltung aufhören sollen, damit „Nutztiere“ nicht weiterhin als Nahrung dienen müssen und ein elendes Leben haben, ad absurdum führen. Diese Heuchelei stinkt zum Himmel, denn auf ihre vierbeinigen Freunde da lassen sie nichts kommen, für die können ja Millionen von zweibeinigen Tieren sterben, ist halt die Natur!


Was sogenannte Tierfreunde so erregt:


A.v.B.:


Was sind das bloß für „Tierfreunde“, die eventuell sogar selbst Vegetarier oder Veganer sind, die sich Hunde und Katzen als Haustiere halten, und für diese kiloweise Fleischbüchsen jede Woche kaufen, Fleisch, wofür „Nutztiere“ vorher elend in der Massentierhaltung leiden mußten? Mich empört eine Nachbarin von mir, Vorstandsmitglied im hiesigen Tierschutzverein, sie hat selbst 2 Hunde und 5 Katzen zuhause, hat einen großen Garten, aber anstatt sich an der Aktion „Hühnerwohlfahrt statt Hühner-KZ“ (http://barrynoa.blogspot.de/2012/04/huhnerwohlfahrt-statt-huhner-kz.html) zu beteiligen und arme KZ-Hühner bei sich aufzunehmen, dabei noch Eier habend, Hühner die keine Fleischfresser sind, für deren Nahrung keine anderen Tiere leiden müssen, da schleppt sie massenweise Fleischbüchsen für ihre fleischfressenden Haustiere, die Hunde und Katzen, heran. Sie selbst ißt kein Fleisch, desto mehr ihre Haustiere!!! Widerlich so eine „Tierschützerin“! Das widerlichste, sie geht Betteln für die Tierheimtiere, um, und nun kommt es, um mit diesem Geld dann im großen Stil Fleischbüchsen (!) zu kaufen. Dieser Tierschutzverein kümmert sich fast ausschließlich um Hunde und Katzen, deren millionenfaches Heer mit Schuld am Leid der Nutztiere haben. Das Schlimme an dieser Nachbarin, sie läßt ihre Katzen frei laufen und dies ohne Glöckchen. Dazu auch ein wunderbarer Beitrag von Bundesfreund Nowack in seinem Blog http://barrynoa.blogspot.de/2014/02/warnglockchen-am-halsband-von.html Das Resultat, alle meine Kleintiere in meinem Garten, wie Vögel, Frösche, Kröten usw. werden von diesen Katzen getötet. Katzen die überhaupt nicht nach Europa gehören, die aber hier durch falsche Tierfreunde millionenfach auftreten. Bundesfreund Nowack nimmt sich in seinem Blog öfter dieser Thematik an, was mich sehr freut, da ich mit ihm auf absolut gleicher Wellenlänge bin.

PS: Ich selbst halte keine Haustiere, nicht nur weil ich kaum zuhause bin, sondern weil Haustierhaltung immer auch Unfreiheit für die Tiere bedeutet, auch wenn sie noch so liebevoll wie bei Bundesfreund Nowack gehalten werden.

Ach, da finde ich jetzt noch diesen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2014/08/alltaglicher-speziesismus.html
Schauen Sie sich unbedingt diese Zeichnung darin an wo eine "Tierfreundin" ihren Hund streichelt und einem Schwein ein Messer in die Brust sticht, symbolisierend den Speziesismus, wo Schweine nur als Futter für Hunde und Katzen gut sind.


Na, da ging es schon los, diese „Tierschützer“ fielen wie die Geier über den Herrn A.v.B. her, mit dem Tenor, nur wer Haustiere hält, der ist ein wahrer Tierschützer!

B.N.:

Herr von B. hatte ein heikles Thema kurz angerissen, welches hier fast unterging, was ich aber für enorm wichtig halte, da es uns Tierfreunde betrifft.

Ich bin der gleichen Meinung wie er, denn was nützt es wenn Tierrechtler auf die Pauke hauen, sich rühmen Vegetarier oder Veganer zu sein, sie die Tier-KZ´s bekämpfen in denen Millionen von Tieren leiden müssen, wenn sie zwar selbst kein Fleisch essen, sie sich aber Haustiere halten, die Fleischfresser sind?

Mir fällt da eine bekannte Tierrechtlerin und Veganerin ein, die ich sonst sehr schätze, die im Fernsehen bei Talkrunden gute Argumente für den Veganismus gibt, die auch unbestritten eine großartige Freundin der Tiere ist, die aber zuhause jede Menge Hunde und etliche Katzen hat, deren Fleischkonsum enorm ist, der den Konsum eines Nichtvegetariers an Fleisch bei weitem übersteigt. Das schlimme, auch diese Frau kauft für ihre Hunde und Katzen kein Fleisch aus artgerechter ökologischer Tierhaltung, das wäre für die vielen Hunde und Katzen viel zu teuer, sondern für ihre liebevoll gehaltenen Haustiere müssen andere Tiere furchtbar leiden und sterben. Das halte ich für Heuchelei!

Herr von B, das weiß ich, hält keine Haustiere, ist damit ein größerer Tierfreund als wir alle zusammen, die wir Haustiere haben und diese bevormunden, denn auch das beste Heim für Tiere ist eine Beschneidung der Freiheit. Tiere gehören eigentlich überhaupt nicht als Haustiere gehalten, Tieren gehört die Freiheit!

Das mindeste ist aber, daß man, wenn man schon Haustiere hält, daß es nicht Fleischfresser sind. Es ist mir sowieso ein Rätsel, daß die meisten Tierfreunde sich fleischfressende Haustiere halten, wissen sie nicht was sie damit den Nutztieren antun? Es gibt doch nun wirklich andere wunderbare Tiere die man als Haustiere halten kann, wenn man es dann nicht lassen kann Haustiere um sich zu haben, so Hühner, Ratten, Fische, so wie ich das mache, auch auf Anraten damals von Herrn von Bodenhausen.

Die Ratten kamen als Notfall zu uns, ein Tierquäler wollte sie verrecken lassen. Anfangs sehr skeptisch, habe ich erst später festgestellt, daß es ganz wunderbare Tiere sind, die anhänglicher als z.B. Katzen sind, intelligent sowieso. Empörend auch, daß Tierschützer, die einen Garten haben, keine Hühner halten, stattdessen Hunde und Katzen. Angeblich machen Hühner zuviel Arbeit. Das stimmt überhaupt nicht, denn 23 Stunden am Tag muß man sich gar nicht um sie kümmern und sie sind bescheiden und außerdem noch sehr schlau und anhänglich, wenn man sich mit ihnen individuell beschäftigt. Ich wohne in einer Gegend, wo bourgeoise Neureiche und Spießbürger wohnen, keiner hat mehr Hühner, stattdessen Hunde und Katzen. Die Gärten sind verlängerte Wohnzimmer mit Swimmingpools etc. Widerlich das Ganze! Auf Eier verzichten diese Typen nicht, kaufen sie im Supermarkt, nicht mal beim Ökobauern.
Wenn man bedenkt, daß allein für das Futter der riesigen Millionen-Anzahl an Hunden und Katzen in Deutschland täglich mehr als hunderttausend Nutztiere ihr Leben lassen müssen, dann wird einem das ganze Ausmaß dieser Paradoxie deutlich. Ich frage mal in die Runde! Warum halten sich Leser keine Hühner, stattdessen eventuell fleischfressende Haustiere? Das würde mich interessieren. Dazu ein wichtiger Beitrag:
http://barrynoa.blogspot.de/2013/10/wdr-fernsehen-tiere-suchen-ein-zuhause.html

Na da ging der shitstorm erst richtig los, statt auf die Frage zu antworten, warum sie keine Hühner halten, damit die Massentierhaltung eingedämmt wird, da geiferten sie, fanden das als Bevormundung, was jeder für ein Tier halten will. Da haben sie auch noch recht damit, aber es sind dort in diesem Forum eben mal keine normalen Menschen, sondern selbsternannte Tierrechtler, die theoretisch gegen die Unterscheidung zwischen Haus-und Nutztieren wettern, die in diesem Forum sich als Gralshüter des Tierschutzes aufspielen, auch für die Tiere, die sie an ihre eigenen Tiere verfüttern! Wie heißt es doch so schön? Sie predigen Wasser und saufen Wein!

B.N.:


Das menschliche Denken auch der „Tierschützer“, ist leider speziesistisch, weil 99 % der Zuwendung von Tierrettern Hunden und Katen gilt. Die werden gerettet, die nimmt man auf! Wer erbarmt sich aber der hunderttausenden Ratten, die in Tierlabore verkauft werden, um dort noch elendiglicher zu vegetieren als Hunde oder Katzen in Tierheimen oder auf der Straße? Ist eine Ratte weniger wert als ein Hund? Wer nimmt Hühner aus der Massentierhaltung zu sich nach Hause, die ein ganz elendes Leben führen mußten um dann nach einem Jahr Eierlegen (von denen „Tierfreunde“ auch Eier für ihre Katzen oder Hunde unters Futter mischen ohne Skrupel zu haben) in den Schlachthof zu kommen um dort zu Hunde-und Katzennahrung verarbeitet zu werden? Kaum jemand, trotz der Kampagne die aus England kam, endlich Hühner als Haustiere zu halten, statt Katzen und Hunden! Das schlimm: die Hälfte des Legehuhnfleisches geht wegen seiner Minderwertigkeit des Fleisches der bis aufs Blut ausgebeuteten Legehühner in die Fleischbüchsen des Hunde-und Katzenfutters!!!
Ganz krass, die Bauersfrau, die eine Katze liebevoll hält, die sich frei bewegen kann, und dieselbe Frau, die hat kein Mitleid wenn sie ihre Kälbchen eng einsperrt, sie ihrer Mutter wegnimmt, oder der Bauer, der seinen Hund liebt, sogar wenn dieser tot ist um ihn trauert, er sich einen neuen Hund aus dem Tierheim holt, denn er ist ja „Tierfreund“, derselbe Bauer, der seine Schweine eng einsperrt, ihnen nur ein KZ-Dasein gewährt, das ist doch die leider die Realität der „Tierliebe“ von 99 % der „Tierfreunde“! Die paar Hansels, die das anders sehen und anders praktizieren, die kann man doch an den 5 Fingern abzählen. Doch diese paar Hansels (und damit meine ich die Leser hier) sollten doch zumindestens sich dem speziesistischen Mainstream verweigern und nicht auch noch Hunde und Katzen preferieren, sondern sie sollten sich den Ärmsten der Armen unter den Tieren annehmen und nicht noch durch den Kauf von Fleischprodukten für die eigenen Katzen und Hunde Mitschuld am Leid der anderen Tiere werden.

Dann kommt noch ein anderer Aspekt dazu, der auch grauenvoll ist! In Deutschland gibt es ca. 8,2 Mio. Hauskatzen. Diese Haukatzen töten allein in Deutschland rund 200 Mio. Singvögel jährlich (!!!). Das sind Zahlen, an denen man nicht rütteln kann. Was sind das für „Tierfreunde“ die das nicht schert? Ist etwa ein Vogelleben weniger wert, als das einer Katze? Einer Katze, die nur durch die Unvernunft der Menschen domestiziert wurde, sie aus Afrika stammt, hier die einheimischen wildlebenden Tiere bedroht, ein Eindringling ist! Zu den 200 Millionen von ihr getöter Singvögel kommen noch mal 200 Millionen anderer Kleintiere zu die allein in Deutschland von Katzen jedes Jahr getötet werden. Es ist unvorstellbar! Nach dem Menschen sind Hund und Katze diejenigen, die anderen Tieren am meisten Leid zufügen, allein durch ihre Existenz. Aus allgemeiner Tierliebe zu allen Tieren schaffen sich die meisten Menschen keinen Hund oder keine Katze an, das weiß ich von mir selber, als ich als Kind mir einen Dackel wünschte, sondern man handelt egoistisch, auch ich damals, man will einen tierischen Kameraden haben und da eignen sich am besten halt Hund und Katze.

Das gefiel nun ganz und gar nicht, daß ihre geliebten Katzen einheimische Vögel töten sollen. Was macht man dann? Man greift zum Mittel der Verharmlosung, bezweifelt die Zahlen mit den 200 Millionen getöteter Vögel in Deutschland im Jahr, immer eine gute Methode, das machten schon die Kriegsherren vergangener Jahrtausende, die Opfer runterrechnen.

U.D.:
Ja, Katzen sind nicht selten die Feinde junger Vögel, aber betreffs Deiner Zahlenangaben hast Du offenbar ein wichtiges Wort vergessen, nämlich das Wort "angeblich", denn ob es tatsächlich jährlich 200 Mio. Singvögel sind, die durch Katzen ihr Leben lassen müssen, darüber herrscht offenbar keine übereinstimmende Einigkeit.

Und wenn Du schreibst, nur die Unvernunft des Menschen sei schuld daran, dass Katzen domestiziert wurden: Ja, glaubst Du etwa, das wildlebende und demnach nicht domestizierte Katzen keine Vögel und keine Mäuse jagen und töten würden?

Auweia, vielleicht sind es doch "bloß" 199 Millionen-199 Tausend und  999 getötete Vögel? Ist ja bloß "angeblich"! Geschätzte Zahlen? Lehnen wir ab, glauben wir nicht!
 
Auweia die nächste: Die böse europäische Wildkatze lebt bekanntlich wild und tötet natürlich andere Tiere. Aber die wenigen Exemplare die es von der Wildkatze in Deutschland noch gibt, die kann man an einer Hand abzählen. Nein, Ihr „Tierschützer“, diese Wildkatze ist es die Euch Tierfreunden am Herzen liegen sollte, da fast ausgestorben, von Hauskatzen gibt es allein in Berlin über 100.000 streunende Hauskatzen, verursacht durch den Trend sich statt Hühnern nur noch Hunde oder Katze anzuschaffen. Man will das nicht wahrhaben. Sieht nicht, daß diese Hauskatzen ein elendes Leben fristen müssen. Aber einem Alkoholiker kann man auch nicht mit der Wahrheit über die Schädlichkeit seines Alkoholkonsums kommen, der will von derartigem auch nichts wissen.

Der nächste Tierrechtler-Herr setzt noch einen drauf, wird ausfallend, verliert die Contenance, zum kringeln:

V.W.
Mir ist selten so ein Katzen- und Hundefeind wie (der mit den obigen Zitaten, dieser B.N.) untergekommen. Höchstens in der Jägerszunft. Und von Wissenschaftlichkeit sollte er besser nicht reden, denn davon ist keine Spur zu erkennen.

"Diese Hauskatzen töten allein in Deutschland rund 200 Mio. Singvögel jährlich (!!!). Das sind Zahlen, an denen man nicht rütteln kann."

Und wie man an dieser Zahl rütteln kann! Die sind absoluter Quatsch! Das kommt mir bekannt von der Jägersprache vor, die ja bekannt dafür sind, dass sie sooo viel Mitleid mit Tieren haben. Aber das wird Zeitgenosse B. ja begrüssen, wenn möglichst viele Katzen und Hunde von dieser grünen Zunft abgeschossen werden.

Auweia, da hat aber einer mächtige Probleme mit sich und der Welt, aber wenn vermutet wird, daß man 8 Millionen domestizierter Hauskatzen als zu viel ansieht, dann verstehen katzenbesitzende Veganer eben keinen Spaß und unterschieben einem daß man Jägerlatein beherrscht und ein heimlicher Sympathisant der Jäger ist, vielleicht wegen dieser meiner Collage die durch das Netz geistert:
 

Ja, da nehmen natürlich einfältige Zeitgenossen an, daß ich Grabkreuze für Jäger entwerfe. Das kommt davon wenn vor lauter Geifer im Mund man nicht mal genauer hinschaut, für was da so ein Barry Noa steht. Nächstens wirft mir einer dieser Koryphäen beim oberflächlichen Lesen von Überschriften zu Blogbeiträgen über den Islam vor, ich müßte doch wohl ein heimlicher Islamist sein (LOL)! 

Ein anderer Veganer und „Tierrechtler"

Es sind Tiere die von uns domestiziert wurden und für die wir Verantwortung tragen, natürlich auch betr. der Ernährung. Und als verantwortungsvoller Mensch sollten wir natürlich Sorge tragen, dass möglichst wenig andere Tiere dabei zu Schaden kommen.
D.h. im Klartext keine, oder nur geringe Mengen Fleischanteile füttern. Dass das möglich ist, ist auf x-verschiedenen Internetseiten nachzulesen. (s. z.B. www.ProVegan.info )

Ach so, die 8, 2 Millionen Hauskatzen leben vegan, die vielen Büchsen mit Fleisch für Hunde und Katzen in den Supermärkten und Tiermärkten sind nur eine Fata Morgana? Aber ja doch, die vielen vielen Halter dieser Haustiere die, diese vegan füttern, die gehen natürlich in die Millionen gel (LOL)!

Fazit:
Es tummeln sich viele Scharlatane unter denen, die mit großem Eifer Veganismus und das Einsetzen für Tierrechte theoretisch propagieren. Doch was nützt die schönste Theorie, wenn man in der Praxis anders handelt?

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Tierfreunde?



                                                               Collage: Barry Noa

Fernsehschauende Hauskatzen:

"Blenden das unsere bourgeoisen und kleinbürgerlichen Herrchen und Frauchen aus, woher z.B. das Putenfleisch stammt, was in den Tierfutterbüchsen ist, mit dem sie uns füttern?
Das sollen Tierfreunde sein die das millionenfache Leid von „Nutztieren“ in Kauf nehmen, nur damit es uns Haustieren gut geht?"

Antispeziesistische Aktion:


 

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Paul Riess: Anhaltische Winterlandschaft

Vorhin stellte ich diesen Blogbeitrag ein, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/heute-zu-besuch-sebastian-kaps.html, wo es auch um Paul Riess ging und man auch ein kleines Riess-Bild sehen konnte. Über Paul Riess schrieb ich bekanntermaßen schon öfter hier im Blog. Für alle Freunde der Kunst von Paul Riess deshalb hier zur schnelleren Suche die bisherigen Blogbeiträge:

http://barrynoa.blogspot.de/2013/01/fruhlingsbilder-von-paul-riess-1857-1933.html http://barrynoa.blogspot.de/2014/05/paul-riess-der-sieglitzer-waldpark-und.html 

Paul Riess ist ja ein Maler, der auf dem Kunstmarkt noch beträchtliches Potential hat, denn er ist derzeit preislich unterbewertet, was sich aber bestimmt irgendwann ändern wird, schließlich ist er ein wahrhaft meisterlicher Maler. Ich möchte dies mal an diesem Bild verdeutlichen, einer wunderbaren Winterlandschaft:
 
 
Diese anhaltische Winterlandschaft mit einer Allee mit alten knorrigen Bäumen, in denen ein Schwarm Vögel sich niedergelassen hat, ist so gemalt, daß einem diese Winterstimmung sofort ins Gemüt geht, besonders auch durch die alte Frau die schwerfällig durch den Schnee tapst, weit dahinter ein Gespann welches von Kühen gezogen wird, was es in heutiger Zeit nicht mehr gibt, in der Ferne ein einsames Bauerngehöft, alles so meisterlich gemalt und uns in die Zeit von vor 100 Jahren zurück versetzend, daß es eine Freude ist, dieses Bild zu betrachten. Riess versteht es, in diesem Bild wenige Farben so einzusetzen, daß man den Schnee und die winterliche Atmosphäre beim Betrachten geradezu körperlich spürt! 
 

Heute zu Besuch: Sebastian Kaps




Wer zeigt denn da unseren Hühnern ein Bild von Paul Riess? Es ist der bekannte Fotograf Sebastian Kaps, der heute zu Besuch war. Kaps, der Profifotograf, ist von mir nur mit zwei Schnappschüssen bei den Hühnern fotografiert worden, also ohne künstlerische Absicht. Bei Kaps vereinen sich in wunderbarer Weise seine Liebe zur Kunst, und da nicht nur zur Fotografie, sondern auch zur bildenden Kunst, siehe die Liebe zu Malern wie Paul Riess, mit der Liebe zu Tieren. Sebastian Kaps ist z.B. derzeit stellvertretender Vorsitzender des Dessauer Tierschutzvereins, vor ein paar Jahren Vorsitzender, siehe dazu auch einen alten Blogbetrag: http://barrynoa.blogspot.de/2008/03/tierschutzverein-dessau-ein-einziger_19.html .


Hier die Internetseiten von Sebastian Kaps: 



Dienstag, 28. Oktober 2014

Leserpost von Ulrich Dittmann: Zwei anrührende wahre Hühnergeschichten

Tierfreund Ulrich Dittmann schrieb mich per Email an und sandte mir eine ganz wunderbare und anrührende Kurzgeschichte, die von den ehemaligen KZ-Hühnern Ludowike und Amalie handelt und die möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten und bitte die Leser diese unbedingt zu lesen, da sie manchem die Augen öffnen wird über das Haustier Huhn, dies besonders diejenigen Leser, die nur Hunde und Katzen als Haustiere halten und Vorbehalte gegenüber Hühnern haben. Es ist eine wahre Geschichte, also keine Fiktion!

Außerdem möchte ich auf eine weitere wahre Geschichte, die Geschichte zwischen einem Hund und einem Huhn, hinweisen, wo mir Ulrich Dittmann dazu den Link sendete. Das Foto auf dieser Seite ist ebenfalls von Ulrich Dittmann, mit dem ich auch in nettem telefonischen Kontakt bin: http://www.tiergeschichten24.de/geschichten/die-geschichte-einer-tierfreundschaft.php#more-1111.

Anschließend noch ein paar Schnappschüsse von unseren Hühnern, eben fotografiert.


Ludowike und Amalie aus der Hühner-KZ-Haltung


Eine wahre Tiergeschichte - von Ingrid Laudan (verstorben)



Ludowike war zehn Wochen alt und Amalie acht Wochen. Sie waren trotz ihres Altersunterschiedes zusammengepfercht und in Dunkelhaft gehalten worden. Dabei waren die jüngeren Hühnchen von den ältern oft totgedrückt worden. Auch Amalie konnte kaum ans Futter rankommen. Es war furchtbar.
Ich nahm die beiden zu mir nach Hause. Es dauerte einige Zeit bis sie stehen konnten. Ich habe sie mit natürlichem Futter hochgepäppelt. Danach geschah etwas Erstaunliches. Ludowike adoptierte Amalie! Es war rührend, wenn sie einen Regenwurm fand und Amalie ihn bekam. Nachts saßen beide auf der Stange. Die Kleine wohlbehütet unter dem Flügel der Adoptivmutter. Aber als Amalie eineinhalb Jahre alt war, fing sie plötzlich an zu hinken, außerdem fiel sie des nachts von der Stange. Der Tierarzt stellte einen Knochenverschleiß fest, den sonst nicht einmal ganz alte Hühner haben. Er meinte, sie müsste erlöst werden.

Ich weinte und Ludowike jammerte. Sie ließ ihren linken Flügel wochenlang hängen, so als ob Amalie noch darunter wäre! Da alle meine Hühner stubenrein waren, konnten sie zu jeder Zeit zu mir ins Haus kommen. Als Ludowike einmal ihr Spiegelbild entdeckte, war sie ganz aufgeregt und überglücklich. Sie lockte, rannte dann zum Fenster, gluckte sich um. Aber welch eine Enttäuschung, ihr Baby kam nicht. Ich habe den Spiegel zugehängt. Auch nachts im Traum schrie sie. Ich kam und machte das Licht an. Sie fing sofort an zu suchen.
Ich wollte Ludowike trösten und gab ihr einen eingeweichten ungesüßten Dinkelzwieback, den sie über alles liebte. Sie nahm ihn aber nicht für sich, sondern ging damit von Busch zu Busch am Gartenzaun entlang. Der Zwieback wurde an jedem Busch abgelegt und dann lockte sie. Natürlich ohne Erfolg. Und dann passierte etwas eigenartiges: Sie legte den Zwieback wie bisher unter einen Busch, lockte und versteckte sich dann in größerer Entfernung - Strategiewechsel! Hat die Kleine vielleicht Angst vor mir, musste sie wohl gedacht haben. Ludowike hat in längeren Abständen immer wieder bis an ihr Lebensende gelockt und gesucht!
Ich musste wieder an die Studie über Hühner eines amerikanischen Professors denken:
 
“Hühner stehen auf der gleichen Stufe wie Menschenaffen, es fehlen ihnen nur die Hände!”
 
 
 
Wie jeden Tag, wenn ich auf der Terrasse bin, dann kommen die Hühner zu mir:
 
Grüni, das Grünlegerhuhn  auf meinen Beinen, unten das Sperberhuhn Zebra

Zebra und Hühnerscharchefin Mathilde
 
Sissi (links) und Gretel (rechts)

Meine verlassene Siesta-Lagerstatt auf der Terrasse: Grüni muß nachschauen ob von meinem Kuchen noch was übrig ist

Sissi auf dem Trimmradsitz
 

 

Realität in anhaltischen Dörfern

Diese Fotos (siehe unten) habe ich bei der Durchfahrt in einem anhaltischen Dorf bei Zerbst gemacht, nicht etwa noch zu DDR-Zeiten, sondern heute und jetzt! Der sogenannte „Aufbau Ost“ ist an den Dörfern der ehemaligen DDR vorbei gegangen! Verfall, Wegziehen der Bevölkerung, da keine Arbeitsmöglichkeiten mehr und Zerschlagung der Infrastruktur, d.h. keine Einkaufsmöglichkeiten mehr in den Dörfern, keine Gaststätten mehr, keine Klubhäuser mehr! Eine seltene Ausnahme - ein Kind: dieses Baby auf dem Arm der Frau (letztes Foto), welches sie mir stolz zum fotografieren extra ans Fenster holte.



 

Sonntag, 26. Oktober 2014

Altes: Urlaub in Schmalzgrube (Erzgebirge) im Jahre 1956 - 2. Teil

Dieser Urlaub mit meinen lieben Eltern fand im Juni 1956 statt und schon 2011 schrieb ich darüber und scannte Fotos ein, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2011/07/altes-urlaub-in-schmalzgrube-erzgebirge.html. Heute also ein 2. Teil mit erst jetzt gefundenen Farbfotos.

An was ich mich noch gut erinnern kann, das waren die Schafe dort bei unserem Quartier, die wir Kinder jeden Tag auf´s neue streicheln und knuddeln durften.