Montag, 1. September 2014

Erhard Großmanns Bild "Ein Sommertag": 1974 Bild des Monats, 2011 zerstört

Wenn ich den Blog der Neubrandenburger Zeitung anschaue, dann läßt mich manches erschauern, was da so an Leserzuschriften zu lesen ist. Vor drei Jahren (2011) wurde das große Wandbild „ Ein Sommertag“ von Erhard Großmann (1965 für den Speisesaal einer Neubrandenburger Schule erschaffen) zerstört. Auszug aus den Leserzuschriften dazu von der Seite: http://neubrandenblog.blog.de/2011/08/22/sommertag-neigt-ende-11709696/#comments


friselmut (Besucher)
2011-08-22:
Dass Generationen von Schülern im Speisesaal der ehemaligen Oberschule 5 gegessen haben, ist "historisch gesichert".
Und wenn das Wandbild zu o.g. Einlassung verführte, bleibt eine Phantasie immer noch offen.
Also bitte schnell wegreißen die ganze Dreckecke.

 
DirkNB
2011-08-22:
Genau! Sprengstoff rein und "Rums!" ist alles weg. ;-)

ehemaliger schüler (Besucher)                               
2011-08-22 @ 22:22:02
was hab ich das bild gehasst...


Gluckenjaeger (Besucher)
2011-08-23:
Das real-sozialistische Paradies bröckelt nun auch in vorletzter DDR-Schule in NB. Unmoderner konnte ein Speisesaal in den 1980er Jahren in einer DDR-Schule nicht sein. Schlimm genug, daß es noch knapp 20 Jahre in Freiheit lebende Schüler beim Mittagessen massakrierte.


„Wegreißen die ganze Dreckecke“, „Sprengstoff rein...“, „Was habe ich das Bild gehasst“, „Schlimm genug, daß es noch knapp 20 Jahre in Freiheit lebende Schüler beim Mittagessen massakrierte“ - man faßt es nicht und diese Worte erinnern fataler Weise an die Bilderstürmer-Hasstiraden der Faschisten in den 1930er Jahren. Damals war es die sogenannte entartete jüdisch-bolschewistische Kunst, die den Bilderstürmern zum Opfer fiel, heute ist es die Kunst der DDR-Zeit, die den Mob erregt.

Um was für ein Bild handelt es sich? Ein Propagandabild mit Fahne schwenkenden Pionieren? Ein kriegsverherrlichendes Bild? Ein künstlerisch laienhaft gemaltes Bild? Ein destruktives Bild, ohne Sinne und Verstand, so wie viele in den 1960er Jahren in Westdeutschland gemalt wurden (bourgeoiser Nonsens), wie z.B. ein Wandbild wo Dreck an die Wand geschmissen wurde und dann bei der „Documenta“ vom bürgerlichen Kunstbetrieb hoch gelobt wurde?

Nicht eines von dem allen, sondern es geht um ein leichtes, frohes und freies Sommerbild mit Badenden, so wie es damals an vielen Seen der DDR aussah, frei von bürgerlicher Prüderie, siehe einige Nackte, was jetzt natürlich nicht mehr Mode ist. Mode ist dagegen heutzutage für Jungs in knielangen Hosen ins Wasser zu gehen und Frei-Körper-Kultur-Propagierung an heutigen bundesdeutschen „freien“ Schulen - Fehlanzeige! Stattdessen wurde der Ganzkörperbadeanzug für islamische Mädchen beim schulischen Schwimmunterricht salonfähig. Seit über 20 Jahren eben Freiheit!?

Ein unpolitischeres Bild, wie „Ein Sommertag“, hat es selten an Schulen gegeben. Warum dann dieser Haß darauf? Dieses Bild nimmt wahrscheinlich eine Sündenbockfunktion ein, wird als „Sozialismus“ abgestempelt, muß büßen, während man selbst höchstwahrscheinlich zu den bevorzugten Cliquen der DDR-Gesellschaft gehörte. Die damals am eifrigsten sich dem System anpaßten, die schreien jetzt am lautesten: Zerschlagt alles was aus der „dunklen" Zeit noch da ist! Daß dann ein „helles“ unpolitisches Sommerbild dran glauben muß, das ist egal.

Es war nach 1990 typisch, daß gerade diejenigen Profiteure des DDR-Regimes, die in der DDR-Zeit nicht das Maul aufmachten gegen das DDR-System, die waren, die am schnellsten ihre Pionier-und FDJ-Hemden mit den diversen Auszeichnungen wegwarfen, ruckzuck zu lupenreinen freiheitlich-demokratischen Bundesbürgern mutierten, sie, ablenkend von ihrer eigenen angepaßten Vergangenheit, zu Bilderstürmern wurden, dies auch im übertragenen Sinn. Von Bürgerrechtlern oder Bürgern die tatsächlich aus politischen Gründen unter dem SED-Regime zu leiden hatten, sind mir solche Mobäußerungen nicht bekannt, denn diese Menschen sind kaum Kunstbanausen, verwechseln nicht ein helles Sommerbild mit dem Schießbefehl oder der Mauer.

Gerhard Großmanns Bild „Ein Sommertag“ ist künstlerisch nicht hoch genug einzuschätzen, denn die Komposition vieler Menschen an einem Badestrand ist keine leichte Aufgabe, wenn es denn nicht langweilig wirken soll. Daß das Bild in flächig-konturierter realistischer Weise gemalt wurde, ist kein Merkmal der „DDR-Propagandakunst“, sondern seit Menschengedenken üblich, siehe die großflächigen Strandbilder eines Paul Gauguin, eines Maurice Denis oder eines Ludwig von Hofmann. Erhard Großmanns Bild „Ein Sommertag“ war ein wertvolles Bild, welches zu zerstören eine Schande war und welches so nieder zu schreiben, mehr als schändlich ist, aber so ein Bild „massakrierte“ (Zitat): ja angeblich nach 1990 „20 Jahre in Freiheit lebende Schüler beim Mittagessen“.

Frösi-Kunstbeilage "Bild des Monats" im Heft 8/74: Erhard Großmann: "Ein Sommertag"


Die Kinderzeitschrift „Frösi“ legte mehrere Jahre jeden Monat eine Kunstbeilage dem Heft bei, neben Werken alter Meister auch Drucke neuzeitlicher Künstler, so in der Frösi des Augustheftes von 1974 auch einen Ausschnitt von Erhard Großmanns „Ein Sommertag“, siehe Scan. Dieses Bild kam bei Kindern und Jugendlichen gut an, denn gerade im Monat August (damals gab es 8 Wochen Sonmerferien - Juli und August) war es doch ein Bild, was der Realität entsprach, denn so wie auf diesem Bild verbrachten hunderttausende Kinder ihre Ferien.

Ein User, sprach mir und vielen Kunstfreunden aus dem Herzen:

Gerhard Scholz (Besucher)
2011-08-24:
Kunstbanausen ist noch viel zu gelinde ausgedrückt...Es ist traurig, dass in keiner Weise versucht wird das Bild zu retten, Herr Großmann es tut mir leid...

zerstörtes Wandbild, Erhard Großmann: "Ein Sommertag"

----------------------------------------------------------------------------------------

Faschismus, Bücherverbrennungen und Bilderstürmerei gehören untrennbar zusammen!“
Mehmet Shehu

Sonntag, 31. August 2014

Erinnerung an Atze aus der "Atze"

Es ist eigenartig, je älter ich werde, desto mehr werden Erinnerungen aus meiner Kindheit wach. Besonders die alten Kinderzeitschriften von damals haben es mir jetzt angetan und die finde ich immer noch am besten, die in den 50er und Anfang der 60er Jahre auf dem Zeitschriftenmarkt waren, also in meiner Kindheit (1951 geboren).

Ich hatte das Glück in eine Zeit geboren zu werden, wo es wieder aufwärts ging und gerade, was Kinderzeitschriften anlangte, viele tolle Zeitschriften gerade neu aufkamen, so das „Mosaik“, "Fröhlich sein und singen“ und „Atze“. Glück hatte ich auch mit meinen Eltern, die meiner Quengelei nachgaben, und sie mir diese kauften, am Anfang, als ich noch jünger war, nur sporadisch und dann per Abonnement. Es war schon beachtlich, was wir alles so für Zeitungen und Zeitschriften per Abo und per Postfrau ins Haus bekamen: „Mosaik“, Fröhlich sein und singen“, „Atze“, „kap“ (Nachfolgehefte der „Kleinen Jugendreihe“), „Das Magazin“ (Auf mein Drängen als 10jähriger bestellten dies meine Eltern. Das Aktfoto war mein Hauptgrund, aber das sagte ich ihnen nicht!), die Wochenzeitung „Wochenpost“, welche wir allerdings am Kiosk kauften (Willi Moeses „Klaus und Choko“ hatten es mir da besonders angetan, siehe dazu meinen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2009/09/bn-und-die-wochenpost-und-da-besonders.html.), dann die Tageszeitungen „Freiheit“ (Witzzeichnungen von Epper!), „LDZ“ und „Der Morgen“.

Die Kinderzeitschrift „Atze“ las ich eigentlich fast nur wegen der von mir geliebten Mäuse Fix und Fax, siehe auch: http://barrynoa.blogspot.de/2008/03/altes-beste-freunde-von-bn-comics.html. Aber bei den ersten Heften, die ich in die Hände bekam, da gefiel mir auch die Comicfigur Atze, eine blonder kesser Berliner Junge, der wie Fix und Fax ebenfalls aus der Feder von Jürgen Kieser stammte und der der Zeitschrift den Namen gab. Die ersten Atze-Jahre war er sehr präsent, auch auf dem Cover, erst vor einer Mauer, dann sein Kopf vor der Erdkugel. Diese Hefte gefallen mir heute noch immer am besten. Atze verschwand immer mehr in den späteren Jahren und Jahrzehnten, siehe meine kleine Covergegenüberstellung. Das fand ich schade und ich las dann Atze nur noch wegen Fix und Fax, denn auch die anderen Beiträge gefielen mir nicht mehr, so wie sie mir noch im ersten Jahrzehnt gefallen hatten.

Viele der ersten Hefte von Atze kenne ich bis heute nicht, da meine Eltern anfänglich nur sporadisch Atze gekauft haben, aber ein paar dieser ersten Hefte habe ich heute noch. Übrigens erfand Jürgen Kieser auch Comicfiguren die einen wirtschaftspolitischen Zweck erfüllten, so Wattfraß, siehe Atze-Cover unten. Wattfraß, dieser kleine Teufel, sollte zum Stromsparen animieren, was er bei Kindern, wie mir, auch erreichte. So gab es von Kieser z.B. diesen Wattfraß, siehe weiteres Bild, zum Anstecken mit einer Reißzwecke über einer Steckdose. Ich steckte Wattfraß zwar nicht über einer Steckdose an, dazu war er mir zu schade (er wanderte, wie so vieles, fein säuberlich in eine Sammelkiste), aber Stromsparen war mir damals Ehrensache!

Dank Wattfraß bin ich jetzt noch Stromsparer (lol), na eigentlich nicht mehr wegen ihm, denn zu DDR-Zeiten war Strom für die Bevölkerung extrem billig, jeder Bürger konnte den sich leisten, aber heutzutage? Strom wird immer teurer und hunderttausenden Menschen wird der Strom jedes Jahr in der reichen Bundesrepublik abgedreht. Wir werden halt nicht von Volksfreunden regiert, den herrschenden Cliquen ist es egal, ob unter den Stromabschaltungsbetroffenen Kleinkinder, Alte oder Kranke sind, die sich dann nicht mal mehr ein warmes Essen oder einen warmen Tee machen können, von dem Betreiben eines Kühlschranks oder einer Waschmaschine mal ganz abgesehen. Wie eine junge Mutter ihr kleines Baby warm baden kann, ohne Strom, das interessiert die kalte bundesdeutsche Gesellschaft nicht. In der DDR wäre so ein volksfeindliches Handeln, was so ins private Überleben geht, nicht möglich gewesen, dies muß auch von sonst dem DDR-Regime nicht freundlich gesonnenen Menschen konstatiert werden.

Heft 6/1956: Atze mit dem ersten Cover (Atze vor einer Mauer), Atze und Atzeline als Reporter bei der Friedensfahrt und dies auf einem tollen Pitty-Roller!

Heft 1/1959: Atze-Cover, Atze vor der Erdkugel und Atze packt den üblen Wattfraß (Stecker raus gezogen)

Heft 2/1961: Atze-Cover, nur noch sporadisch mit Atze auf der Titelseite, wie bei diesem Heft

Heft 6/1977: Spätere Atze-Cover erinnern nicht mehr an den Jungen Atze, auch im Heftteil kaum noch! Allerdings hier mit meinen geliebten Mäusen Fix und Fax auf der Titelseite!

Anstecker über der Steckdose, Wattfraß von Jürgen Kieser: "Verläßt Du Stube oder Haus, schalt Lampen ab, zieh Stecker raus!"
 

Vor 40 Jahren: Erwerb einer 3D-Erotik-Postkarte


 
In meinem Blogbeitrag über Zündholzschachteln mit erotischem Aufdruck im 3-D-Verfahren, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2013/08/altes-3-d-erotik-zundholzschachteln-in.html, erwähnte ich auch erotische 3D-Postkarten. Eine einzige solche ist in meinem Besitz, siehe obiger Scan. 1974 fügte ich sie meiner Postkartensammlung zu, wie ich in meinen akribisch geführten Unterlagen feststellte für einen stolzen Kaufpreis von 10,- DDR-Mark. Meine Postkartensammlung beinhaltet zwar hauptsächlich Objekte der Zeit um 1900, aber vor 40 Jahren war so eine 3D-Erotik-Postkarte etwas seltenes, besonders natürlich für uns DDR-Bürger. Auf der Rückseite kann man folgendes zum Hersteller lesen: Printed in Japan, Toppan Top Stereo, Printing Studio AG, 3D-Color Dept Zürich, WONDER CO. LTD.

In späteren Jahren wurden sogar Briefmarken in diesem 3D-Color-Verfahren auf den Markt gebracht. Hauptsächlich exotische Länder bedienten sich dieser Technik, um ihre Briefmarken bei Sammlern zu verkaufen. Aber auch mein Pif-Anhänger, über den ich hier schrieb, ist mit dieser Technik hergestellt worden, siehe u.a.: http://barrynoa.blogspot.de/2014/06/pif-vaillant-anhanger-die-ruckseite-mit.html.

Näheres zu den 3-D-Postkarten, siehe Auszug aus: http://www.ak-ansichtskarten.de/ak/136-AK-Lexikon/325-3D-Karten :

„3D-Karten sind Ansichtskarten, die durch ein spezielles Bildsystem, dem sogenannten Lentikulardruck, einen besonderen optischen Effekt erhalten. Dadurch ist es möglich, mehrere unterschiedliche Quellbilder in einem einzigen Druck darzustellen. Das Besondere daran ist, dass der 3D-Effekt ohne eine spezielle 3D-Brille zu sehen ist.
Das Lentikulardruckverfahren ist ein relativ junges Druckverfahren. Somit sind diese Karten in der Rubrik Ansichtskarten nach 1945 zu finden. Aber gerade durch die besonderen Effekte erfreuen sich diese Karten einer immer größer werdenden Beliebtheit bei Sammlern.
Man unterscheidet dabei, je nach Linsenführung und Anzahl der Quellbilder:

3D-Bilder:
Beim Blick auf die Karte erhält man eine räumliche Darstellung des Bildes. Ein gutes Beispiel dafür ist die Darstellung eines Aquariums. Man erhält den Eindruck hinter jedes Element des Bildes, beispielsweise hinter einen Fisch, schauen zu können.
Wechselbilder bzw. Wackelbilder:
Durch Kippen des Bildes wechselt das Bild und man erhält einen Vorher-, Nachher-Effekt. Besonders beliebt und dafür perfekt geeignet ist die erotische Darstellung von Frauen, siehe 3D-Erotik-Karten. Hierbei "entkleidet" sich die dargestellte Frau auf wundersame Weise durch das Ankippen des Bildes.“
 
 

Samstag, 30. August 2014

Prof. Karl Ziegler (1866-1945): Sommer in Siebenbürgen (Büffelschwemme)




Die Siebenbürger Sachsen sind eine deutsche Minderheit im heutigen Rumänien. Lebten 1930 noch ca. 300.000 Siebenbürger Sachsen in Siebenbürgen, sind es jetzt nur noch ca. 11.000. Die Siebenbürger Sachsen sind die älteste noch existierende deutsche Siedlergruppe in Osteuropa.

Siebenbürgen, wohin damals aus dem Westen Deutschlands stammende Menschen einwanderten (also keine Sachsen!), gehörte früher zu Ungarn, zum Fürstentum Siebenbürgen und zur Habsburgermonarchie von Österreich-Ungarn, nun zu Rumänien. Während die Deutschen in den reichsdeutschen Ostgebieten und in den deutschen Siedlungsgebieten des Ostens nach 1945 aus ihrer Heímat vertrieben wurden, wobei hunderttausende Menschen zu Tode kamen, gab es diese Massenvertreibung der Siebenbürger Sachsen aus Rumänien nicht, statt dessen allerdings ab Anfang 1945 Verschleppung zur Zwangsarbeit in die Ukraine (Donezk), Verschleppt wurden alle nicht eingezogenen Männer zwischen 17 und 45 Jahren und alle Frauen von 18 bis 35 Jahren, wobei dabei viele dieser Zwangsarbeiter zu Tode kamen. Erst ab 1950 normalisierte sich die Lage für die Siebenbürger Sachsen. Diskriminierung und Romanisierung veranlaßten die Siebenbürger Sachsen allerdings in den späteren Jahrzehnten das Land in Richtung Westen zu verlassen, vornehmlich nach Westdeutschland, von wo sie größtenteils von Rumänien freigekauft wurden.

Wer meint, Wasserbüffel gäbe es nur in Asien, der irrt! Es gab und gibt (nur noch sehr wenige) sie auch in Siebenbürgen. Als Haustier war der Indische Wasserbüffel sogar für Siebenbürgen früher charakteristisch. Er wurde wahrscheinlich von den Türken mitgebracht.


Der wohl berühmteste siebenbürgisch-deutsche Maler Prof. Karl Ziegler (1866–1945), siehe Selbstbildnis, malte mehrere Szenen mit Wasserbüffeln, so auch die beiden obigen Fassungen einer Büffelschwemme, gemalt um 1900. Da bekanntlich Wasserbüffel am liebsten täglich mehrere Stunden im Wasser verbringen, so war es Usus, daß die Dorfjugend im Sommer mit den Büffeln, nach des Tages Arbeit (Wasserbüffel wurden als Last- und-Zugtiere eingesetzt), gemeinsam badeten, wie überliefert nackt, nicht wie das dekadente prüde Bürgertum im Deutschen Reich oder gar heutzutage, wo FKK immer mehr geächtet wird und durch den Islam in Deutschland sogar Ganzkörperbadeanzüge und Kopftuch während des Badens Einzug gehalten haben.

Prof. Karl Ziegler war auch ein Maler der anderen Sujets der Malerei, siehe die beiden Scans unten. Alle Scans dieser Seite sind alten Velhagen-und-Klasings-Monatsheften um 1900 entnommen, derer ich sehr viele habe.



  

Freitag, 29. August 2014

Leserpost: Guido Weißhahn zur Frösi-Postkarte "Käpt´n Lütt und Koko" von Horst Alisch

Mein gestriger Beitrag über die Käpt´n-Lütt-und Koko-Postkarte, siehe http://barrynoa.blogspot.de/2014/08/leserpost-frosi-postkarte-mit-kaptn.html, muß korrigert werden, denn freundlicherweise meldete sich der große Kenner der DDR-Comicszene, Guido Weißhahn, umgehend per Email bei mir und klärte mich auf, Ausschnitt aus der Email: ... Die Postkarte ist allerdings aus Heft 5/85 und lag lose bei; in 11/83 waren die schwarz-weißen Karten im Heft eingeheftet: http://www.ddr-comics.de/froesi85.htm  ....

Guido Weißhahn muß es wissen, denn neben seinem Holzhof-Verlag, über den ich hier schon berichtete, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/11/neuerscheinung-klaus-und-choko-buch-von.html und http://barrynoa.blogspot.de/2011/06/neues-comic-raritaten-aus-dem-holzhof.html, zeichnet Weißhahn auch verantwortlich für die Seite http://www.ddr-comics.de - eine Fundgrube für Freunde alter DDR-Comics. Sowohl die gedruckten Sachen des Holzhof-Verlags, wie auch die Online-Sachen, waren und sind Bewahrer wichtigen Kulturgutes, welches ohne die oft detektivische Forschung und Wiederausgrabung längst verschollen geglaubter alter DDR-Comis von Guido Weißhahn und seinen Mitstreitern verloren gehen würden. 

Donnerstag, 28. August 2014

Leserpost: Frösi-Postkarte mit Käpt´n Lütt und Koko von Horst Alisch (1983)

 
Als alter Frösileser („Fröhlich sein und singen“) freue ich mich natürlich über diese Postkarte, die mir freundlicherweise Blogleserin Angelika Hinze dieser Tage per Post zusandte, siehe obiger Scan. Vielen Dank, liebe Frau Hinze, auch für Ihre zustimmenden Zeilen zu meinem Blog. Sie hätten aber auch dies mir per Email mitteilen können, wenngleich ich mich natürlich als alter Cartoonfan über eine originale Karte mehr freue als über einen Scan.

Und Sie haben schon recht, daß diese Karte bei mir gut aufgehoben ist, wenn Sie dafür keine Verwendung haben, Sie diese sonst weggeschmissen hätten. Als Tierfreundin lesen Sie ja sonst nur meine Beiträge betreffs Tieren und Tierschutz, wußten aber scheinbar doch, daß ich auch Comicfreund bin. Vielen Dank!

Was das Gute beim Internet ist, ich konnte durch diese Seite: http://www.ddr-comics.de/froesind.htm, gleich nachforschen, wer der Künstler ist und wann sie als Beilage in der Frösi erschien, nämlich: Horst Alisch, eine Postkarte von dreien im Heft 11 von 1983 (Käpt´n Lütt und sein Papagei Koko). Die Abenteuer des Kapitäns und seines Papageis erschienen seit 1975 in der Frösi. Eine tolle Seite, dieser Frösi-Index, daß man nun so nachkommen kann, allerdings ist diese Postkarte dort nicht abgebildet und man muß eine Weile forschen, ehe man darauf kommt, Text dort: "...drei im Inneren eingeheftete Postkarten mit Käpt'n Lütt und Koko, gestaltet von Horst Alisch...“ . Ich selbst hätte dies nicht so detailliert gewußt, obwohl ich auch auf den Künstler getippt hätte, da ja Signatur "Ali83", also Horst Alisch, 1983 entstanden.

Linkhinweise zu Blogbeiträgen betreffs der Frösi:

 

Mittwoch, 27. August 2014

Alte DDR-Werbung der 60er und 70er Jahre - Teil 2

 
Das Kofferradio R 100, ein Traum für jeden Jugendlichen damals

Sybille-Fernseher, in jedem 2. DDR-Haushalt zu finden

So eine Fernsehtruhe hatte nicht jeder, da sehr teuer

Fichtennadel-Seife, bis zum Ende der DDR immer zu haben

Ebenso Steckenpferd-Lilienmilchseife, eine sehr gute und preiswerte Seife, die einige Wochen lang hielt, nicht wie die Seifen heutzutage, die nach ein paar Tagen Händewaschen sich in Nichts auflösen

Seifen der etwas gehobenerem Preisklasse, aber immer noch billig: Luxus Sahne, Elana, Riwal

Gerdeen-Kamillenkreme und das kleine Kosmos-Radio aus der Sowjetunion, was nicht besonders beliebt war, deshalb mußte es beworben werden

Infrarotlampen waren sehr beliebt, da für viele Krankheiten einsetzbar, siehe auch:

Das Parfümspray Lou war schon etwas besonderes - Luxus Made in GDR!