Freitag, 24. Oktober 2014

Private Rückschau: Jobs und Nebenjobs in der DDR und Nachwendezeit

Dieser Tage telefonierte ich mit einem ehemaligen Mitschüler aufgrund des alten Schmalfilms aus den Jahren 1958 und 1959, wo auch etliche Schulszenen mit uns Knirpsen zu sehen waren, obwohl das Wort Knirps schon mit 7 Jahren nicht paßte, wie man in dem Film sehen kann, denn ich war da schon recht groß, der größte (nur längenmäßig!) in der Klasse: siehe: http://youtu.be/cuO59nkKdmA.

Na jedenfalls fragte er mich, was ich denn beruflich gemacht hätte, denn wir hatten rund 50 Jahre keinen Kontakt mehr. Ich wollte ausholen und loslegen und mußte überlegen, ob ich überhaupt alles zusammen bekommen würde, was ihn verwunderte und er meinte: „Nur ganz kurz, was Du gearbeitest hast!“ Da mußte ich schmunzeln, denn er hätte mich eigentlich schon als Schüler kennen müssen, wo ich schon damals keine graue Maus war, die sich nur für eine einzige Sache interessierte und dann später ein Fachidiot werden würde, gar das ganze Leben einen einzigen Beruf ausübend und womöglich noch jahrzehntelang auf der gleichen Arbeitsstelle bei der gleichen Firma? Öde und nicht abwechslungsreich, das war mein Leben lang nicht mein Ding, es drängte mich immer alles auszuprobieren, zu neuen Ufern zu gelangen, neue Herausforderungen zu meistern und die höchstmöglich perfekt, darin besser zu sein als „Altgediente“.

Beruflich also: Industriekaufmann gelernt, das aber äußerst uninteressant findend und nach der Lehre ganze 14 Tage in dem Ausbildungsbetrieb, dem VEB Waggonbau Dessau gearbeitet, also ein „sozialistischer“ Großbetrieb, wo man in der Mittagspause nicht mal eine Zeitung der LDPD lesen durfte, wo es nur so von SED und Planerfüllung und Brigaden-Kollektivismus roch, daß einem übel wurde, das war nichts für mich. Mitarbeiter für Rationalisierung im Handel, das war schon besser, da konnte man zu den Verkaufsstellen fahren, dort etwas verbessern, also rationalisieren, war aber dennoch ganz schön an feste Arbeitszeiten gebunden, die man in einem Büro mit „Kollektiv“ absitzen mußte. Also auf Dauer auch keine Freiheit! Daher nebenher ein Fernstudium an einem Literatur-Institut und schon während dieser Zeit freiberuflicher Bildreporter bei der Liberaldemokratischen Zeitung, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2008/01/altes-bn-als-reporter-bei-der-ldz-teil.html, http://barrynoa.blogspot.de/2008/01/altes-bn-als-reporter-bei-der-ldz-teil_21.html und viele andere Blogbeiträge, das gefiel mir sehr gut, da war ich zwar auch nicht frei, denn wenn ein Auftrag kam, dann mußte das gemacht werden, auf Biegen und Brechen, und das jeden Tag, raus fahren zum fotografieren, in die Dunkelkammer, den Film entwickeln, die Fotos machen, trocknen und den Artikel schreiben und dies für wenig Geld. Habe ich sehr gern gemacht, aber man wollte ja auch gut finanziell leben und das konnte man von dem Geld leider nicht auf Dauer, also einen Job in der Kultur gesucht, vom Mitarbeiter eines Kulturhauses zum Klubhausleiter in mehreren Klubhäusern, siehe u.a.: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/ddr-nostalgie-kulturhauser-und.html bis zum Filmtheaterleiter siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/10/bn-als-filmtheaterleiter-1978.html und simpler Mitarbeiter in dem von mir schon als Jugendlichem geliebten „Klub der Intelligenz“ in Dessau, alles Arbeitsstellen ohne feste Arbeitszeiten, dafür aber viel Abend-und-Feiertagsdienste, was mir aber besser gefiel, als täglich früh in ein Büro gehen zu müssen und dort bis 17 Uhr mich von irgendwelchen Chefs  kommandieren zu lassen.

Am freiesten war ich als Privatsekretär der Kunsthistorikerin Charlotte Timmling, wunderbar, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2008/02/charlotte-timmling-und-bn.html! Dort lernte ich tief in die Kunstwissenschaft herein zu schauen, was ich nach dem Ableben der Frau Timmling dann in einem privaten Antikhandel, wo ich als Mitarbeiter für den Verkauf arbeitete gebrauchen konnte. Nach einem kurzem Intermezzo denn doch noch mal in einem sozialistischen Betrieb als Leiter der Allgemeinen Verwaltung arbeitend, was zwar gut bezahlt wurde, aber dennoch nicht mein Ding war, da übernahm ich als Freiberufler eine, später noch eine zweite, Ausleihstelle der Stadtbücherei. Viel Freiheit, wenig Geld!

Aufgrund des Ärgers mit den staatlichen Stellen der DDR wegen meiner Westkontakte (Weltloge Tanatra), war ganz Pumpe mit dem Arbeitsleben, aber zum Glück kriselte es im Staat DDR und diese Arbeitslosigkeit dauerte nicht Jahrzehnte. Mit Rainer Schmidt gründete ich in Dessau den Demokratischen Aufbruch und engagierte mich da. Ja und dann, nach der Wende, außer einem Jahr mal als Mitarbeiter bei der Bahnhofsmission arbeitend, bis in die Jetztzeit nur freiberuflich oder selbständig arbeitend: Videothek, Spielothek, Verkaufsgalerie aufgemacht als Einzelunternehmer, Antikhandel in Dessau und später in Roßlau betrieben, einen Kleinverlag aufgemacht, für die Weltloge Tanatra das Archiv verwaltet, als Briefmarkengutachter (Wituland) gearbeitet, als Cartoonist im eigenen „Atelier für aktive Kunst im K.i.e.z.“, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2008/03/bn-und-sein-atelier-im-kiez.html gearbeitet und als Autor einige Publikationen auf den Markt gebracht, und einiges anderes, dies all die Jahrzehnte, genauer seit dem 14. Lebensjahr, arg mit keinen leichten Krankheiten geplagt.

Trotzdem, Langeweile und Stillstand nur auf einem Gebiet gab es nicht, das hätte mir nicht gefallen. Der damalige Mitschüler, nun ja, jetzt auch schon ein alter Mann wie ich, dem verschlug es die Sprache, ob dieser vielen Berufe, wo er meinte, daß ich doch mal in einem Satz ihm berichten könne, was ich beruflich gemacht habe.

Zu DDR-Zeiten gab es dann aber auch noch, daß man, wenn man etwas mehr Geld in der Tasche haben wollte, neben dem Hauptjob immer noch einen Nebenjob in der Freizeit ausüben mußte, um sich Wünsche finanzieller Art erfüllen zu können. Da machte ich allerdings nur zwei Sachen, einmal Musiker, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/09/bn-und-seine-rockband-die-yoyos.html und Schallplattenunterhalter. Man konnte als Diskjockey oder als Musiker nicht einfach loslegen, sondern man mußte eine Prüfung und Einstufung ablegen und als Diskjockey auch einen Lehrgang besuchen. Aber solche Lehrgänge machten mir Spaß, wie auch mal kurzzeitig ein Theologie-Studium, welches ich aber abbrach.

 
Ich habe ein paar Seiten des Kulturangebotes der Stadt Dessau aus dem Jahre 1978 eingescannt, wo die damals zugelassenen Diskjockeys (mit meiner Wenigkeit) aufgeführt sind und dann die damaligen Musikkapellen, wo allerdings meine Band die „Yo-Yo‘s“ nicht mehr dabei ist, da sie sich schon lange vorher aufgelöst hatte.
 
 
Viel Verständnis habe ich für Menschen nicht aufgebracht, die jahrzehntelang auf einem einzigen Posten und am Feierabend auf dem Sofa saßen und die Beine hochlegten, die keinen Nebenjob ausübten oder ausüben mußten. Aber letztere waren ja meistens Menschen die sich der SED angedient hatten, die opportunistisch sich anpaßten, ihrer persönlichen Vorteile willen und die deshalb die Karriereleiter hochstiegen, mit gutem Gehalt mit Jahresendprämie (welche ich in meinem ganzen Berufsleben nie hatte) und damit jetzt einer guten Rente, da nach der Wende sich schnellstens dem neuen System andienten und durch ihre Vernetzung in alten DDR-Seilschaften nahtlos in den gut dotierten öffentlichen Dienst der Bundesrepublik überwechseln konnten. Solche Leute, die brauchten sich natürlich nicht anstrengen, wie Menschen die nicht in der SED waren, die mehr Leistung bringen mußten als die Genossen, um überhaupt in der DDR bestehen zu können. Und solche Genossen, die waren auch nicht gezwungen noch Nebenjobs anzunehmen, sowohl damals nicht und schon gar nicht heute, wo sie wieder an den Futtertrögen sitzen, sei es als Rentner mit hoher Rente oder als gutbezahlte Angestellte im öffentlichen Dienst, diesmal nicht als Cliquen an der Macht des sozialfaschistischen SED-Staates, sondern als Büttel des bürokratischen Kapitalismus, wie er eben jetzt bei uns herrscht.





 

Donnerstag, 23. Oktober 2014

DDR-Nostalgie: Kulturhäuser und Klubhäuser der Werktätigen in Dessau

Als junger Mann war ich etliche Jahre Klubhausleiter eines Klubs der Werktätigen, so in Dessau-Törten, Dessau-Großkühnau und Dessau-Alten, siehe dazu z.B. auch diese Blogbeiträge:







Vor dieser Klub der Werktätigen-Zeit war ich ein Jahr lang ebenfalls in einem Kulturhaus angestellt, da allerdings nicht als Chef, sondern nur Mitarbeiter, mit der Jobbezeichnung „Veranstaltungsleiter“, dies war im Dessauer Kreiskulturhaus „Maxim Gorki“ ebenfalls in Dessau. Das war in den 70er und Anfang der 80er Jahre. In Dessau gab es zu dieser Zeit folgende Kulturhäuser und Klubhäuser:


Die gewerkschaftlichen Kulturhäuser:

Kreiskulturhaus „Maxim Gorki“

Kulturhaus Abus

Kulturhaus der Gärungschemie „Karl Marx“



Die Klubs der Werktätigen in den Dessauer Vororten:

Alten

Großkühnau

Kochstedt

Mildensee

Mosigkau

Törten (Alt-Törten)

Törten (Lorkpark)

Süd

Ziebigk


Neben diesen obigen Kulturhäusern und Klubhäusern, gab es noch etliche andere Klubhäuser in Dessau, z.B. der FDJ angeschlossen, wie das Kreisjugendklubhaus „Majakowski“ und im Jahre 1978: 21 Jugendklubs, siehe die Aufzählung in diesem Scan:


Dann gab es noch diverse andere Klubhäuser, wie den „Klub der Intelligenz“ des Kulturbundes und den Klub der Volkssolidarität, usw. Beliebt bei der Jugend waren daneben die vielen Gaststätten mit Saalbetrieb, in denen auch kulturelle Veranstaltungen stattfanden, wie den „Kristallpalast“, die Jugendgaststätte „Drushba“, die Jugendgaststätte „Milch-und Mokka-Bar“, das „Haus des Handwerks“ (eine Hochburg von Jugendtanzveranstaltungen und Diskotheken), das „Bauhaus“ mit seinem Jazzklub und das „Bauhaus-Café (eine Tanzbar) und viele andere. Also an Kulturangeboten und Vergnügungsstätten mangelte es wahrlich nicht in Dessau zu DDR-Zeiten!

Ich habe mal ein paar alte Info-Hefte aus den Jahren 1977-1980 aus dieser Zeit eingescannt, die wahrscheinlich bei alten Dessauern, die in dieser Zeit jung waren, Erinnerungen wecken, das jedenfalls hoffe ich, siehe hier:


Links zum Klub der Werktätigen und Jugendklub Dessau-Ziebigk:


 





 

DDR-Nostalgie: "Wir schaffen uns ein Kulturhaus", 1964


 
In den 50er und 60er Jahren, als es in der DDR materiell durch die Zerstörungen des Krieges und der Zwangsleistungen an die Russen an allem mangelte, da wurde dennoch an der Kultur nicht gespart, auf jeden Fall mehr als damals in Westdeutschland getan. So wurden nach sowjetischem Vorbild in jeder Stadt und fast jedem größeren Dorf Kulturhäuser und Klubhäuser der Werktätigen eingerichtet, meistens in alten großen Villen, in Dessau z.B. in der Villa des Industriellen Polysius das Kreiskulturhaus (ein gewerkschaftliches Kulturhaus) „Maxim Gorki“ einquartiert, dies allerdings mit erheblichem Aufwand an Umbauten, wie z.B. der Errichtung eines Kinosaales und vielem anderen mehr. Wo es keine solchen alten Gebäude gab - es war ja während des Krieges das meiste an Häusern in Mitteldeutschland zerstört worden - da baute man auch neu. In den 50er Jahren meistens im „Zuckerbäckerstil“, wie er damals in der Sowjetunion vorherrschend war, aber auch modern im „Stromlinienstil“, der damals in Mode war, der ein Stil war, der nicht nur auf die Architektur beschränkt war, sondern der aus dem Alltagsdesign kam, siehe z.B. Nierentische oder Tütenlampen.

1964, als der Stromlinienstil eigentlich schon im Abklingen war, da kam das Buch von Klaus Wever auf den Markt: „Wir schaffen uns ein Kulturhaus“. Dies war eine praktische Anleitung zur Selbsthilfe bei der Schaffung von Kulturhäusern, herausgegeben vom „Institut für Technologie kultureller Einrichtungen“, im Auftrag des Ministeriums für Kultur der DDR. Mit diesem Buch, welches an die staatlichen und Parteistellen der Städte und Dörfer geschickt wurde, sollten diese animiert werden in Eigeninitiative neue Kulturhäuser zu bauen, was in diesem und jenem Fall auch gelang, aber meistens denn doch an den überall fehlenden Materialien scheiterte.

Ich habe mal ein paar Seiten dieses Buches eingescannt, zur Erinnerung an diese Phase in der DDR- Geschichte, wo die Schaffung von Kulturhäusern und Klubhäusern hoch im Kurs stand. Ich kam an dieses Buch als 14jähriger Jugendlicher, da ich gern in den Klub der Werktätigen in meiner Straße, dem Knarrberg, in Dessau-Ziebigk ging, da natürlich besonders in den damaligen Jugendklub, siehe Links dazu unten. Die Klubleitern, eine Frau Gotsch, hatte in ihrem Bücherschrank etliche von politischen und kulturellen Schriften, so auch dieses Buch, meinte aber: „Das können wir nicht gebrauchen, wir bauen sowieso kein Kulturhaus!“ Das war gerade zu der Zeit, als die meisten Räume des Klubs der Werktätigen an das Dessauer Landestheater für Wohnzwecke von Ensemblemitgliedern schon abgegeben werden mußten, es also mit der Klubbewegung in manchen Städten schon langsam wieder bergab ging. Da ich Interesse an dem Buch hatte, da schenkte sie es mir einfach, da es sonst sowieso im Altpapier gelangt wäre.


 




Mittwoch, 22. Oktober 2014

Hühnerpersönlichkeiten und Hühnerelend

 
 
Ach, Jeminé, da schaue ich eben mal aus dem Fenster und sehe, daß sich unseren „armen“ Hühner unter das winzig kleine Vordach der Garage bei dem Regen untergestellt haben. Ganz an das Garagentor gedrückt, stehen sie dort recht unglücklich, denn Regen ist nichts für Hühner.

Sie haben eigentlich genügend Unterstellmöglichkeiten die größer sind, aber die Hühner machen es wie sie es für richtig halten und nicht wie wir Menschen meinen, daß es günstiger ist. Auf gar keinen Fall geht es allerdings am Tage längere Zeit in den Stall, weder in den Sommerstall noch in den Winterstall, der ebenfalls offen ist. Hühner lieben die Freiheit über alles, das sollten mal all die Leute bedenken, wenn sie Eier im Supermarkt kaufen, daß sie Eier kaufen von Tieren die wir Menschen in schlimme Gefängnisse stecken - KZ´s, dieser Begriff ist passender! Dazu kommt, daß für jedes Legehuhn ein kleines männliches Küken schon kurz nach dem Schlüpfen sterben muß, eine millionenfache Sünde ohnegleichen, von uns Menschen jetzt und heute begangen. Das sind die wahren Sünden welche die Menschen begehen und nicht Sünden welche die "Theologen" der großen Religionen propagieren! 

Allein über 600 Millionen Hähnchen fressen allein die Deutschen und die vielen Einwanderer in Deutschland jedes Jahr, d.h. 600-millionenfaches unvorstellbares Tierleid jedes Jahr allein bei Hähnchen - Hähnchen wo jedes einzelne Tier eine Tierpersönlichkeit ist, deren Würde wir, schlimmer als damals die Nazis ihre menschlichen Gegner, mit Füßen treten. Es ist unvorstellbar und Jahr für Jahr steigt der perverse Verbrauch an Fleisch und Eiern in Deutschland. Noch vor 30 Jahren war es nicht mal ein Drittel dessen was die Deutschen skrupellos jetzt vertilgen.

Dazu sehenswert und aufrüttelnd, dieser Fernsehbeitrag: http://www.zdf.de/37-grad/unser-taeglich-tier-huehnchen-massenproduktion-in-deutschland-35311976.html, der gestern im Fernsehen lief und hier in der Mediathek zu sehen ist.

Leider werden all die minderwertigen Menschen, die milionenfaches Tierleid nicht rührt, diesen Beitrag nicht sehen und sie werden weiterhin Fleisch und Eier aus Tier-KZ´s kaufen und dabei noch die große Klappe haben über ihre Vorfahren zu Nazizeiten, daß sie KZ´s zugelassen haben, wohl wissend, daß es damals kaum möglich war zu opponieren, jedenfalls dann, als die Nazis schon an der Macht waren, und wohl wissend, daß man jetzt etwas gegen das millionenfache Tierelend etwas machen kann.

„Man kann nur noch konstatieren: Eine parasitär und asozial lebende Menschheit vermehrt sich täglich um 200.000 Köpfe - die Apokalypse für unsere geschundene Erde. Die "Dornenkrone der Schöpfung" hat die Erde zu einem einzigen monströsen Friedhof gemacht. Es wurden - und werden - gigantisch viele wertvolle Tiere täglich von vielen wertlosen Menschen gequält und abgemurkst. Für die Tiere hat der Teufel keinen Klumpfuß und keine Hörner, sondern eine Menschenfratze.“

Ulrich Dittmann

Dienstag, 21. Oktober 2014

SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi bläst zum gemeinsamen Kampf gegen Demokraten



Es wird in unserem Land immer unfreiheitlicher, der Faschismus ist auf dem Vormarsch, nicht etwa der den rechten Parteien angedichtete, sondern von der Seite der sich ausgerechnet antifaschistisch Gebärdenden. Aber kein Wunder, denn der neue Faschismus kommt unter der antifaschistischen Tarnkappe daher, siehe Losung oben auf dem Foto.

Die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi forderte dieser Tage „ein breites Bündnis gegen die Partei Alternative für Deutschland (AfD)“. Neben der SPD und anderen Parteien sollten auch Gewerkschaften, Kirchen, Industrie- und Sozialverbände, Stiftungen und Nicht-Regierungsorganisationen der euroskeptischen Partei klar entgegentreten, schreibt sie in einem Beitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Was bildet sich diese Person ein, gegen eine demokratische Partei eine Art „Fatwa“ (muslimische Ächtung, bis hin zur Vernichtung, siehe auch Link unten) auszusprechen? Wo leben wir denn nun schon? Ich bin gewiß kein Anhänger der AfD, aber wenn schon gegen eine normale bürgerliche Partei solcherart Aufruf gemacht werden darf, dann ist die viel beschworene Freiheit und Demokratie in Deutschland eine einzige Farce.

Fahimi sollte mal lieber dafür sorgen, daß in Deutschland Menschen-und Tierrechte endlich gelten, gegen die religiöse Genitalverstümmelung an wehrlosen Kindern z.B. Front machen, Front gegen die religiöse Schächtung (das betäubungslose Schlachten von Tieren) machen, gegen die religiösen Kopftücher an Schulen, gegen die Ganzkörperbadeanzüge an Schulen beim Schulschwimmen endlich ein breites Bündnis schmieden, aber doch nicht gegen eine eurokritische Partei zum gemeinsamen Kampf blasen.

Nicht die AfD muß geächtet werden, sondern eine Partei wie die SPD, die es zuläßt, daß ihre Generalsekretärin so etwas vom Stapel läßt. Aber was will man von den Genossen schon erwarten, die in Thüringen einen Bodo Ramelow zum Ministerpräsidentenamt verhelfen wollen, einem religiösen Genitalverstümmelungsbefürworter und einem Mann, der vorschlug, doch einen muslimischen Feiertag in Deutschland einzuführen. Die SPD zu Zeiten Willy Brandts („Mehr Freiheit wagen“) hat nicht mehr das geringste mit der SPD der Jetztzeit gemeinsam - leider!


Montag, 20. Oktober 2014

Petition: Lassen Sie Raju, den weinenden Elefanten, in Freiheit leben!

Ich wurde per Email angeschrieben:


"Hallo Bernd, dieser Aufruf wurde vor Kurzem auf Change.org gestartet. Wir dachten, Sie möchten sich vielleicht engagieren?"

Natürlich mache ich das und habe die Petition unterschrieben und bitte mal wieder meine werten Leser das ebenfalls zu machen. Der Text von Wildlife SOS:
 
 

Verhindern Sie, dass sie Raju wieder in ein Leben voller Kummer und stacheliger Ketten zurück geschickt wird!

Wir haben Raju gerettet, nachdem er um die 50 Jahre angekettet lebte, geschlagen und von Bettlern in Indien gefangen gehalten. Die Geschichte seiner Rettung verbreitete sich rasend schnell online. Der misshandelte Elefant weinte vor Freude, dass er endlich freikam und in der liebevollen Umgebung unserer Elefantenstation leben konnte.

Als wir ihn befreiten war er dem Tod nahe. Er war abgemagert, dem Verdursten nahe und sehr schwach. Trotz seiner Zerbrechlichkeit war er gezwungen worden auf den Strassen zu betteln und wurde in Ketten mit Stacheln gehalten.

Jetzt versuchen die grausamen Besitzer, ihn wieder zu bekommen - mit einer Klage am Allahabad-Gericht. Viele von Ihnen haben damals Wildlife SOS geholfen, Raju zu befreien und in unsere Obhut zu bringen.

Jetzt brauchen wir erneut Ihre Stimme, damit er weiterhin frei sein kann.

Die Gerichtsverhandlung wurde immer wieder vertagt und obwohl Raju derzeit sicher ist bei unseren Mitarbeitern im Elefantenzentrum in Mathura, kann dass Gericht bereits am 27. Oktober eine Entscheidung treffen (Entscheidung verschoben vom 22. September und 13. Oktober).

Bitte zeichnen Sie, um von dem Uttar Pradesh Ministerium für Wälder und den Regionalregierungen zu fordern: Lasst Raju in Freiheit leben!


Und hier geht´s zur Petition:


In der Gesellschaft von Huhn Gretel

Also wettermäßig war das gestern ein wunderbarer Tag - diese Wärme, dieser Sonnenschein an einem 19. Oktober, einfach großartig!

Was gab es da schöneres, als mal auf der Terrasse in der Sonne zu relaxen und dabei ein Nickerchen zu machen. Bei solcherart Nickerchen kommen dann öfter die Hühner mit auf die Terrasse und leisten mir Gesellschaft und machen auch einen Kurzschlaf, um dann denn doch wieder in den Garten abzuschacken.

Gestern kam nur Gretel auf die Terrasse, die anderen Hühner hatten wohl im Garten etwas besseres zu tun, wahrscheinlich ausgiebige Sandbäder nehmen. Na, auf jeden Fall kam wenigstens Gretel zu mir, nahm an, daß ich schlafe, aber heimlich fotografierte ich sie. Erst legte sie sich brav auf die Erde zu meinen Füßen, dann checkte sie die Lage und schwupp hinauf auf den anderen Sessel. Der ist doch was ganz anderes als so ein schnöder Steinfußboden, oder? Da ruhte sie ein wenig, beobachtete mich und merkte denn doch, das ich nicht schlafe und dann kam sie an auf vertrautem Weg, das heißt mit einem beherzten Sprung auf den Lenker des Trimmrades, zu mir.

Dieses Trimmrad ist für alle unsere Hühner interessant, von dort aus sind sie mit mir auf Augenhöhe, was sie mögen. Von unten nach oben blicken, das mögen Hühner nicht, da fühlen sie sich immer als Beutetier und nicht wohl. Ein paar kleine Leckerli durften natürlich nicht fehlen und dann machte sich Gretel wieder zu ihrer Hühnerschar, es war ihr zu langweilig bei mir.

Amüsieren mußte ich mich, als ich aufstand und sah wie sich Gretel in die Hühnerschar eingereiht hatte, denn die zogen im Gänsemarsch durch den Garten, siehe letztes Foto, also nicht nur Gänsemarsch, sondern auch Hühnermarsch könnte man diese Formation nennen.

Schön, daß sich Gretel so gut raus gemacht hat, denn sie war am Anfang als wir sie bekamen ein Sorgenkind. Wie alle unsere Hühner aus einer Massentierhaltung stammend, in einem staubigem Stall ohne Freiland, da hatte sie ab dem ersten Tag einen schweren Husten, der aber mit Hilfe des Tierarztes, der hustenlösende Mittel verschrieb, die wir täglich gaben, langsam verschwand. Entscheidend für Gretels Gesundung war aber die frische Luft von früh bis spät durch stromern durch den 1000 qm - Garten und damit nur die Stallaufenthalte in der Nacht. Bei einer reinen Stallhaltung wäre Gretel schnell eingegangen, so aber macht sie mir viel Freude, da sie ein ganz liebes und kluges Huhn ist.