Montag, 20. Oktober 2014

Petition: Lassen Sie Raju, den weinenden Elefanten, in Freiheit leben!

Ich wurde per Email angeschrieben:


"Hallo Bernd, dieser Aufruf wurde vor Kurzem auf Change.org gestartet. Wir dachten, Sie möchten sich vielleicht engagieren?"

Natürlich mache ich das und habe die Petition unterschrieben und bitte mal wieder meine werten Leser das ebenfalls zu machen. Der Text von Wildlife SOS:
 
 

Verhindern Sie, dass sie Raju wieder in ein Leben voller Kummer und stacheliger Ketten zurück geschickt wird!

Wir haben Raju gerettet, nachdem er um die 50 Jahre angekettet lebte, geschlagen und von Bettlern in Indien gefangen gehalten. Die Geschichte seiner Rettung verbreitete sich rasend schnell online. Der misshandelte Elefant weinte vor Freude, dass er endlich freikam und in der liebevollen Umgebung unserer Elefantenstation leben konnte.

Als wir ihn befreiten war er dem Tod nahe. Er war abgemagert, dem Verdursten nahe und sehr schwach. Trotz seiner Zerbrechlichkeit war er gezwungen worden auf den Strassen zu betteln und wurde in Ketten mit Stacheln gehalten.

Jetzt versuchen die grausamen Besitzer, ihn wieder zu bekommen - mit einer Klage am Allahabad-Gericht. Viele von Ihnen haben damals Wildlife SOS geholfen, Raju zu befreien und in unsere Obhut zu bringen.

Jetzt brauchen wir erneut Ihre Stimme, damit er weiterhin frei sein kann.

Die Gerichtsverhandlung wurde immer wieder vertagt und obwohl Raju derzeit sicher ist bei unseren Mitarbeitern im Elefantenzentrum in Mathura, kann dass Gericht bereits am 27. Oktober eine Entscheidung treffen (Entscheidung verschoben vom 22. September und 13. Oktober).

Bitte zeichnen Sie, um von dem Uttar Pradesh Ministerium für Wälder und den Regionalregierungen zu fordern: Lasst Raju in Freiheit leben!


Und hier geht´s zur Petition:


In der Gesellschaft von Huhn Gretel

Also wettermäßig war das gestern ein wunderbarer Tag - diese Wärme, dieser Sonnenschein an einem 19. Oktober, einfach großartig!

Was gab es da schöneres, als mal auf der Terrasse in der Sonne zu relaxen und dabei ein Nickerchen zu machen. Bei solcherart Nickerchen kommen dann öfter die Hühner mit auf die Terrasse und leisten mir Gesellschaft und machen auch einen Kurzschlaf, um dann denn doch wieder in den Garten abzuschacken.

Gestern kam nur Gretel auf die Terrasse, die anderen Hühner hatten wohl im Garten etwas besseres zu tun, wahrscheinlich ausgiebige Sandbäder nehmen. Na, auf jeden Fall kam wenigstens Gretel zu mir, nahm an, daß ich schlafe, aber heimlich fotografierte ich sie. Erst legte sie sich brav auf die Erde zu meinen Füßen, dann checkte sie die Lage und schwupp hinauf auf den anderen Sessel. Der ist doch was ganz anderes als so ein schnöder Steinfußboden, oder? Da ruhte sie ein wenig, beobachtete mich und merkte denn doch, das ich nicht schlafe und dann kam sie an auf vertrautem Weg, das heißt mit einem beherzten Sprung auf den Lenker des Trimmrades, zu mir.

Dieses Trimmrad ist für alle unsere Hühner interessant, von dort aus sind sie mit mir auf Augenhöhe, was sie mögen. Von unten nach oben blicken, das mögen Hühner nicht, da fühlen sie sich immer als Beutetier und nicht wohl. Ein paar kleine Leckerli durften natürlich nicht fehlen und dann machte sich Gretel wieder zu ihrer Hühnerschar, es war ihr zu langweilig bei mir.

Amüsieren mußte ich mich, als ich aufstand und sah wie sich Gretel in die Hühnerschar eingereiht hatte, denn die zogen im Gänsemarsch durch den Garten, siehe letztes Foto, also nicht nur Gänsemarsch, sondern auch Hühnermarsch könnte man diese Formation nennen.

Schön, daß sich Gretel so gut raus gemacht hat, denn sie war am Anfang als wir sie bekamen ein Sorgenkind. Wie alle unsere Hühner aus einer Massentierhaltung stammend, in einem staubigem Stall ohne Freiland, da hatte sie ab dem ersten Tag einen schweren Husten, der aber mit Hilfe des Tierarztes, der hustenlösende Mittel verschrieb, die wir täglich gaben, langsam verschwand. Entscheidend für Gretels Gesundung war aber die frische Luft von früh bis spät durch stromern durch den 1000 qm - Garten und damit nur die Stallaufenthalte in der Nacht. Bei einer reinen Stallhaltung wäre Gretel schnell eingegangen, so aber macht sie mir viel Freude, da sie ein ganz liebes und kluges Huhn ist.










 

Sonntag, 19. Oktober 2014

Majestätischer Koi Goldi

Können Sie sich noch an diesen Blogbeitrag erinnern, liebe Leser: http://barrynoa.blogspot.de/2012/11/kranker-koi-goldi.html ? Da wollte unser Koi Goldi sterben, schwamm oben auf dem Wasser auf der Seite und er war schon mehr im Himmel als auf Erden (im Wasser, lol)! Er lebt zum Glück und zur Freude von uns Menschen immer noch, ist mächtig gewachsen und ist eine Schönheit ohnegleichen, denn goldgleißend schwimmt er majestätisch in unserem Teich seine Runden. Er und die anderen Fische sind schwer zu fotografieren, dennoch hier ein paar Fotos des Teiches mit ihm mittendrin, eben von mir fotografiert.

Wächter des Teiches

Noch zwei Wächter
 
 
 

 


 
Goldi

Schön, giftig, heilsam: Eisenhut (Aconitum)


Viel blüht nicht mehr im Oktobergarten, heute am 19. des Monats, aber der Eisenhut (Aconitum) blüht gerade jetzt und leuchtet in seiner unvergleichlichen blauen Farbe. Für die Gartenfreunde unter meinen Bloglesern drei Fotos des Eisenhuts aus meinem Garten.


Schön ist er ja, aber eben auch sehr giftig. Trotzdem, oder gerade deshalb findet er in der Homöopathie Anwendung, z.B. bei Angstzuständen, die er bei unverdünnter Einnahme auslöst. Bekanntlich gibt die Homöopathie ja vor Gleiches mit Gleichem zu heilen, was ich beim Eisenhut sogar glaube, ähnlich dem Mittel Belladonna (Tollkirsche). Bei vielen anderen Mittelchen halte ich persönlich diese Heilmethode allerdings für Humbug, besonders wenn es um die extrem hohen Potenzen geht, wo so extrem verdünnt wird, daß zum Vergleich, in so einer Tinktur  der Wirkstoff dann nur noch einem einzigem Wassertropfen im Bodensee entspräche. Daß da keine Wirkung mehr drin sein kann, dies sollte eigentlich einleuchtend sein.  





Samstag, 18. Oktober 2014

Der Motorradklub des Klubhauses der Werktätigen Dessau-Törten, ein alter Schmalfilm aus den 60er Jahren

 
Vor ein paar Jahren beschrieb ich kurz im Blog das Klubhaus der Werktätigen in Dessau-Törten, siehe erstes Foto (Videostandbild) des Eingangs (rechts die Konsumgaststätte, links das Klubzimmer), wo ich in den 70er Jahren Klubhausleiter war, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2011/02/altes-das-klubhaus-der-werktatigen.html.

Neben den zu DDR-Zeiten bekannten gesellschaftlichen Organisationen, wie dem Wohnbezirksausschuß (WBA) der Nationalen Front, der Wohnparteiorganisation der SED (WPO), der Volkssolidarität (VS) und dem Demokratischen Frauenbund (DFD), gab es Vereine die dort tagten, wie z.B. der Ziegenzüchterverein Törten. Direkte Arbeitsgemeinschaften des Klubs der Werktätigen waren die Schalmeienkapelle Törten, der Jugendklub Törten und der Motorradklub.


An Räumlichkeiten gab es: den großen Saal mit Bühne, wovon ich ein paar alte Fotos engescannt habe, siehe oben, ein Vereinszimmer, ein Klubzimmer und das Büro des Klubhausleiters, das befand sich hinter dem Klubzimmer. Die Gaststätte (Konsumgenossenschaft) gehörte organisatorisch nicht zum Klub, versorgte allerdings, vertraglich abgesichert, die Gäste bei Klubveranstaltungen gastronomisch.

Ich war erst Ende der 70er Jahre dort Klubhausleiter, das Klubhaus bestand aber schon seit Ende der 50er Jahre dort und genau so alt waren die Schalmeienkapelle und der Motorradklub. Von diesem Motorradklub habe ich bei youtube einen alten Schmalfilm der Anfang der 60er Jahre gedreht wurde eingestellt, dies besonders für die Dessauer Heimatfreunde. Die Törtener Heimatfreunde schien dieser Film nicht zu interessieren, dies betrifft allerdings nur die im Törtener Heimatverein e.V. organisierten. Vor ein paar Jahren bot ich schon mal diesen Film dem Heimatverein an - keine Reaktion! Und vor einigen Wochen versprach mir Vereinsmitglied Heinicke, daß sie unbedingt vorbeikommen würden um sich den Film anzusehen - bisher rührte sich keiner! Alte Törtener dagegen, mit denen ich sprach, waren stark an diesem alten Film interessiert, zumal sie damals als junge Leute Mitglied in dem Motorradklub waren. Darum habe ich mich entschlossen, diesen Film nicht dem Heimatverein Törten zu übereignen, sondern ich behalte ihn und habe ihn für wirkliche Törtener Heimatfreunde bei youtube eingestellt.

Die Szenen in dem Film zeigen den Motorradklub bei Ausfahrten und Ausflügen und man sieht auch kurz das Klubhaus der Werktätigen Törten und u.a. das Jagdschloß Haideburg, welches bekanntlich sich ganz in der Nähe befindet.

Hier geht´s lang zum Film: http://youtu.be/VnmlT5jZQYA


Und hier einige Standfotos aus dem Schmalfilm:


















 

Freitag, 17. Oktober 2014

Einsamer Schwan auf der Landstraße vor Wörlitz


Können Sie sich noch an diesen Blogbeitrag aus dem Jahre 2013 erinnern, liebe Blogleser:
http://barrynoa.blogspot.de/2013/08/impressionen-vom-worlitzer-park-ende.html?

Ich fotografierte eine Schwanenfamilie, die unmittelbar an der Landstraße von Vockerode hin zur Wörlitzer Seespitze ihr Quartier an einem Nebengewässer des Wörlitzer Sees aufgeschlagen hatte. Vorgestern nun als ich die Fotos für die Blogleserin Edelgard Buschow in Wörlitz machte, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/worlitzer-park-stein-italienisches-haus.html, da fuhr ich auf der Rückfahrt an diesem damaligen Flecken vorbei und auf der ziemlich viel befahrenen Straße da suchte ein schwerfälliger Schwan nach Futter, was eventuell aus einem Auto herunter gefallen war. Da mußte ich natürlich aussteigen und den Schwan von dieser gefährlichen Stelle weglocken, denn auf die Autofahrer heutzutage ist kein Verlaß mehr, was punkto Rücksichtnahme anlangt, das mußte ich mehrmals erleben, wo Autofahrer mutwillig Tiere anfuhren oder überfuhren, siehe z.B.: http://barrynoa.blogspot.de/2013/12/tod-unseres-igels.html und http://barrynoa.blogspot.de/2010/04/am-goitzsche-see-von-muhlbeck.html.

Seitdem nur noch wenige Parkbesucher die Schwäne im Wörlitzer Park füttern, was ich ja hier im Blog thematisierte, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2009/09/worlitz-im-sommer-2009-teil-6.html und ganz aktuell: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/leserpost-zum-thema-schwane-futtern-im.html, da ist es nicht verwunderlich, daß die Schwäne im Park ausgehungert sind und sogar auf Landstraßen nach Futter suchen.

Zum Glück hatten wir noch Futter im Auto und damit ließ sich der Schwan von der Straße locken. Hungrig verzehrte er alles was wir an Futter aufbieten konnten. Bis auf einen Meter ließ mich der Schwan heran, dann zischte er warnend. Das machte er richtig, denn mit der Unvernunft der Menschen ist nicht zu spaßen, denn viele Menschen meinen es nicht gut mit Tieren.

Gerade gestern habe ich einen alten Schmalfilm bei youtube eingestellt, wo ich mit meiner Klasse 1959 bei einem Schulausflug den Wörlizer Park besuchte und wo ich mal wieder einen Blick auf meinen ersten „Aufsatz“ werfen konnte, der im Film zu sehen war, der mit dem Satz beginnt; „Wir wollen helfen“, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2014/10/leserpost-zum-thema-schwane-futtern-im.html.

Helfen, das wurde uns Schulkindern in den ersten DDR-Schuljahren von der Klassenlehrerin Frau Krause gelehrt, und helfen schloß auch das Füttern von Tieren ein oder die Hilfe in Notsituationen von Tieren, daran kann ich mich noch gut erinnern. Heute wird in der Schule den bundesdeutschen Kindern wahrscheinlich beigebracht, daß sie Schwäne und Enten nicht füttern dürfen, da dies verboten ist, wie mir ein bundesdeutscher Besserwessi in mehreren Emails mitteilte und der das auch rechtfertigte und der DDR-nostalgisches Helferdenken und Liebe zu den Tieren als SED/PDS-Querulantentum gegenüber den „Errungenschaften“ der bundesrepublikanischen Werteordnung abqualifizierte, siehe seine Email in dem Leserpostartikel.


Ausgerechnet ein System, wo trotz märchenhaften Reichtums einer Oberschicht und dekadentem Wohlstand einer bürgerlichen Mittelschicht, es große Teile des Volkes gibt, die in Armut leben, bis hin zur Obdachlosigkeit, so ein kapitalistisches System sollen die Menschen noch mit einem Dankeschön bejubeln? Nein Danke! Nicht nur Sozialisten, sind nicht so naiv. Das kapitalistische System, welches wir jetzt haben, ist leider menschen-und tierverachtend und nicht nur Linke fordern eine Abkehr davon, sogar mittlerweile schon der Papst, da lese man nur mal seine Reden. Aber wahrscheinlich ist der Papst in den Augen unverbesserlicher Schönredner des ungerechten bundesrepublikanischen Systems auch ein verkappter Linker (lol)!

Wer noch die alten Zeiten vor 1990 in Wörlitz erleben durfte, mit der großen Fülle an Wassergeflügel, die vielen Schwanenfamilien dort schwimmen sah, die alle tüchtig gefüttert wurden, den stimmt es traurig, wenn er jetzt die tierlose Tristesse in Wörlitz mit ein paar einsamen Schwänen und ein paar ganz wenigen Enten ansehen muß.