Dienstag, 22. Juli 2014

Arme kranke Ratte Blacky

Unsere Ratte Blacky ist ernsthaft krank. Noch vor kurzer Zeit war sie mobil, ihr Fell war glänzend wie das eines jungen Rehs, siehe 1. Foto (Blacky rechts neben Frieda), vor ein paar Wochen fotografiert, und nun ist sie furchtbar anzuschauen - das Fell schütter, struppig und überhaupt nicht mehr glänzend und das schlimmste, ihre Schnauze ist geschwollen, siehe anschließende Fotos, heute gemacht. Seit kurzem nun bekommt sie vom Tierarzt Antibiotika und anderes.

2 Jahre ist sie alt (http://barrynoa.blogspot.de/2012/08/die-rattenkinder-albino-blacky-und.html) und regelmäßig stellen sich bei Zuchtratten recht zeitig Krankheiten ein, was immer eine schlimme Sache ist, weil man so an den Tieren hängt. Blacky war die Einzelgängerin unter unseren Ratten, als einzigste kehrte sie meistens vom Freigang nicht in den Käfig zurück. Statt die Gemeinschaft ihrer Rudelgenossinnen zu suchen, da hielt sie sich lieber in „ihrem eigenen“ Bau auf, unter einem Schrank, wo sie gern allein war, bis eben doch das leckere Futter im Käfig lockte und sie dann aber auch wieder die Nähe ihrer Rudelgenossinnen suchte, also da nicht abweisend war, sondern durchaus gesellig.

Geht es uns Menschen nicht auch so, wie dieser kleinen Ratte, daß wir unser „eigenes“ oft mehr schätzen, als das, was wir mit anderen in der Gemeinschaft teilen müssen und ist es nicht so, daß man auch mal gern allein ist, dann aber doch wieder die Gesellschaft sucht?

Ob Blacky wieder gesund wird, das steht in den Sternen. Zum Glück frißt sie noch die Lieblingsspeise der Ratten, Schlagsahne, aber schon ein Fischstäbchenstück ließ sie unbeachtet liegen, was sie in gesunden Tagen niemals verschmäht hätte - kein gutes Zeichen also!



 

Den Tieren zuliebe: Vegane Lebensmittel vom "Lebe-gesund-Versand"



Es ist sonst nicht meine Art, Reklame für Firmen oder Produkte zu machen, aber heute mache ich mal eine Ausnahme. Geht es Ihnen auch so, liebe Blogleser, daß sie von den Lebensmittelskandalen in unserer kapitalistischen Gesellschaft angewidert sind, von all den künstlichen Zusatzstoffen in Lebensmitteln und von Produkten für die Tiere millionenfach leiden müssen?

Durch die Fernsehsender „Sophia TV“ und „Die Neue Zeit“, wo dort die Werbung dafür läuft, probierte ich mal vor einiger Zeit das Kennenlernpaket des „Lebe-gesund- Versand´s“ und war begeistert. Alle Produkte sind 100 % vegan, ohne künstliche Zusatzstoffe und sie schmecken sehr gut, was ich so vorher nicht vermutet hätte! Daß die Produkte 100 % vegan sind, ist mir das wichtigste, daß sie gesund sind, ist eine schöne Nebensache.

Die veganen Brotaufstriche schmecken köstlich, man braucht also, auch an die Nichtvegetarier und Nichtveganer appelliert, nicht jeden Tag Wurst oder Käse auf´s Brötchen zu schmieren. Was mir besonders schmeckt, das ist das Brot. Ich übertreibe jetzt wirklich nicht, aber solch ein Brot habe ich auch früher nie gegessen, so gut schmeckt es. Da ich meine Brötchen nur beim Dessau-Törtener Bäcker Christian Meiling kaufe, der, als einer der ganz wenigen Bäcker, die Brötchen noch wie zu DDR-Zeiten bäckt, wo sie wirklich schmeckten, ohne all das künstliche Zeug, ich also den besten Brötchenbäcker im weiten Umkreis habe, da suchte ich trotzdem immer noch nach dem wohlschmeckendsten Brot und fand es im „Lebe-Gesund-Versand“, wo ich jetzt immer mein Brot kaufen werde.

Wer da meint, das wäre umständlich, der irrt! Ganz im Gegenteil, man braucht nicht mal außer Haus zu gehen, am Vortag per Telefon oder per Internet bestellt, kommt es zu nicht überhöhtem Preis per DPD direkt einen Tag später ins Haus, für Kranke oder Gehbehinderte ideal! Für Interessenten, hier die Seiten dieses Versandes: http://www.lebegesund.de    

Junkers Kobü 1938

Meine Mutter war vom 1.2.1938 bis zum 30.6.1945 bei den Dessauer Junkers-Flugzeugwerken beschäftigt. Sie bezeichnete diese Zeit später immer als die glücklichste in ihrem Leben. Sie hatte sich von ganz klein nach oben gearbeitet, als 17jährige Registraturgehilfin im Konstruktionsbüro angefangen, über die Arbeit als Stenotypistin dort, wurde sie Mitarbeiterin bei dem Chef des Entwurfsbüros Gropler, siehe die beiden Stempel, bzw. seiner Chefsekretärin Trebesius, die schon seit den Anfängen von Hugo Junkers dort gearbeitet hatte. Als diese aus privaten Gründen ausschied, wurde meine Mutter die Chefsekretärin von Gropler. Sie war damals die jüngste Chefsekretärin bei Junkers.

Aus der Zeit der Tätigkeit meiner Mutter im Schreibzimmer des Konstruktionsbüros, damals nur „Kobü“ genannt, habe ich Fotos aus dem Jahre 1938, wo die Damen des „Kobü“ sich zu einem Foto auf dem Gelände von Junkers versammelt hatten (angekreuzt meine Mutter). Vielleicht erkennt dieser oder jener der Blogleser darauf seine Mutter, Großmutter?





Montag, 21. Juli 2014

Die Salami-Bohne

Ab und an muß man ja auch mal was neues im Garten ausprobieren und statt der jedes Jahr in Töpfen am Spalier meiner Terrasse ausgesäten rotblühenden Prunkbohne, die dann üppig das ganze Spalier berankte, säten wir dieses Jahr eine neue Bohnensorte, die interessant aussieht, die Salami-Bohne (Fagiolo Rampicante). Die rotblühende Prunkbohne verbannten wir auf ein Spalier im hinteren Teil des Gartens, wo sie, wie jedes Jahr, viel Freude durch Schönheit, üppige Berankung und reiche Ernte bereitet. Anders bei der neuen Sorte, deren Bohnen sehen zwar interessant aus, aber sie ranken leider nicht besonders, was wir vorher nicht wußten und so bleibt das Spalier auf der Terrasse dieses Jahr weitgehend unbegrünt, was bei der derzeitigen unerträglichen Hitze nicht angenehm ist. Für Gartenfreunde, die die erwähnte Bohnensorte nicht kennen, anbei zwei Fotos, gestern von mir geschossen.


 

Sonntag, 20. Juli 2014

Es ist Agapanthus-Blühzeit!

Alles hat seine Zeit! Diesen natürlichen Rhythmus des Jahres, den merken Gartenfreunde ganz besonders, denn die Jahreszeiten und die damit verbundenen Blüh-und Erntezeiten, die bestimmen das Jahr viel mehr als künstlich vom Menschen erfundene weltliche oder religiöse Feiertage, die den Jahresablauf „ordnen“ sollen und doch nur dazu da sind, die Menschen im Sinne der jeweiligen Weltanschauung oder Religion zu disziplinieren.

Ende Juli ist bei mir Agapanthus-Blühzeit, das mein Leben lang, denn schon meine Mutter hatte diese Kübelpflanze. Gerade weil es ein wenig Mühe macht, den Kübel über die kalte Jahreszeit zu bringen, dann jedes Jahr den recht schweren Kübel aus dem Keller ins Freie und wieder zurück zu schleppen, jeden Tag gießen zu müssen, da freut man sich besonders, wenn die Pflanze es einem mit einer üppigen Blüte dankt, so wie dieses Jahr. Für die Blumenfreunde unter den Bloglesern, deshalb ein paar Fotos, vor wenigen Stunden geschossen.




 

Erinnerung an James Garner (7.4.1928 - 19.7.2014)


Der Schauspieler James Garner ist tot (http://de.wikipedia.org/wiki/James_Garner)! Er starb gestern im Alter von 86 Jahren. Ich sah früher seine Krimiserie „Detektiv Rockford - Anruf genügt“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Detektiv_Rockford_%E2%80%93_Anruf_gen%C3%BCgt) sehr gern. Schön wäre es, wenn diese Serie mal wieder im Fernsehen zu sehen wäre. Wunderbar, die tolle Filmmusik der Serie, von Mike Post und Pete Carpenter, mit dem berühmten Klingeln des Telefons, bei youtube hören zu können: http://www.youtube.com/watch?v=OcSPpdHbRow .

Samstag, 19. Juli 2014

Leserpost zum Thema Wituland und Lamu


Vorhin bekam ich die Email eines/einer Herrn/Frau C. Schäfer, die ich im Blog öffentlich beantworten möchte. Hier die Email:

Hallo Herr Nowack, habe Ihren Beitrag gelesen wo es auch um Wituland ging (Ich: Damit meint er/sie diesen Blogbeitrag: http://barrynoa.blogspot.de/2014/07/zum-gedenken-hanni-guizetti-zier-1914.html). Wie kommen Sie dazu, zu schreiben, dass der Besitz Ihrer Vorfahren von den Engländern bzw. dessen „Vasallen“ dem Sultan von Sansibar „rechtswidrig“ enteignet worden wäre. Wenn Wituland gegen Helgoland in diesem Vertrag von 1890 eingetauscht wurde, dann wäre allein das deutsche Kaiserreich in der Pflicht gewesen Entschädigung an die kolonialen Deutschen zu leisten. Das wurde bekanntlich auch vom Deutschen Reich angeboten. Wenn Ihre Altvorderen dies als „ungenügend“ ablehnten, dann war das deren Dummheit! Was aber haben um Gottes Willen die Engländer und der Sultan von Sansibar damit zu tun? Es wurde eben nicht rechtswidrig enteignet, wie bei vielerlei Besitz der anderen deutschen Kolonien, die 1918 verlustig gingen, sondern es gab einen einvernehmlichen Vertrag. Stellen Sie das bitte richtig!

C. Schäfer

Werter Herr/ werte Frau Schäfer (nicht ersichtlich welchen Geschlechts), das verhält sich anders, als Sie es darstellen. Ich bleibe bei meiner Äußerung!
 
Die Begründung ist eine einfache:
Das deutsche Schutzgebiet Wituland befand sich auf dem Festland, die deutsche Verwaltung desselben aber auf der dem Festland vorgelagerten Insel Lamu. Diese gehörte nicht zu Wituland, sondern war eine Außenbesitzung des Sultans von Sansibar, den man wohl getrost als einen Vasallen der Engländer bezeichnen konnte, zwar formal selbständig, aber defakto zum englischen Einflußbereich gehörig. Weshalb die deutschen Interessen für das Wituland von einem Gebiet außerhalb des Witulandes aus gelenkt wurden, war der Lage geschuldet. Allein auf der Insel Lamu gab es die notwendige Infrastruktur, den Hafen, das deutsche Postamt etc., was es in Wituland nicht gab. Natürlich hatten die Denhardts nach dem Vertrag des Tausches des Witulandes gegen Helgoland gegenüber den Engländern und erst recht nicht gegenüber dem Sultan von Sansibar einen Anspruch auf Entschädigung für das Land in Wituland - was auch nicht so korrekt ist, denn laut Vertrag hatten sich die Engländer verpflichtet das zivile Eigentum der deutschen Siedler in Wituland zu schützen, was sie bekanntlich nicht taten - war tatsächlich Deutschland als Entschädiger zuständig für den Verlust der gesamten Kolonie.
 
Aber darum ging es mir ja gar nicht, sondern es ging mir um die rechtswidrige Enteignung des Besitzes auf der Insel Lamu. So war z.B. das bekannte Suahelihaus, wo sich jetzt das kleine deutsche Museum befindet, siehe dazu den Blogbericht meines Verwandten Michael Dennhardt, der vor einiger Zeit dort hin reiste (http://barrynoa.blogspot.de/2011/12/exklusiv-im-bn-blog-reise-nach-lamu-und.html) von den Denhardts gekauft worden. Da aber nun Lamu nicht zu Wituland gehörte, war die Enteignung dort absolut rechtswidrig, denn sie hatte auch nichts mit den Enteignungen durch den verlorenen I. Weltkrieg zu tun und dem damit verbundenen Verlust der deutschen Kolonien. Es hatte einzig und allein damit zutun, daß deutsche zivile Rechtstitel auf Lamu nach 1890 kaum praktisch durchsetzbar waren und nach 1914 schon gar nicht mehr. Dem ist nichts hinzu zu fügen!

B. Nowack