Montag, 23. Mai 2016

Der Venustempel zur Maienzeit auf einer Postkarte um 1900

Als Ergänzung zu meinem Blogbeitrag über die beiden jonischen Rundtempel im Dessau-Wörlitzer Gartenreich, siehe: http://barrynoa.blogspot.de/2015/12/die-beiden-rundtempel-des-dessau.html, habe ich noch eine Postkarte aus meiner Sammlung von Postkarten aus der Zeit um 1900 heraus gesucht und eingescannt. Diese zeigt den Wörlitzer Venustempel zur Maienzeit. Wie man sehen kann, war der Wörlitzer Park auch um 1900 ein Paradies und nicht, wie manche glauben machen wollen, erst nach der Wendezeit 1990 in einem guten Zustand, was nicht stimmt. Auch zu Kaisers Zeiten, zu NS-Zeiten und zu DDR-Zeiten war der Park ein gepflegtes Paradies, was man jetzt oft nicht wahrhaben will.

 

Samstag, 21. Mai 2016

Nostalgie: "Unser Robinson"





Kann man sich das heute noch vorstellen, daß eine Zeitschrift 1 Cent kostet? Wer, wie ich, in der DDR in den 50er Jahren seine Kindheit verbracht hat, der kennt das noch: die Kinderzeitschrift „Atze“ für 20 Pfennige, „Unser Robinson“ für 10 Pfennige, ja und ganz zu Anfang der 50er Jahre kostete „Robinson“ nur 1 Pfennig! Diese Zeiten sind restlos vorbei, auch die Aufbruchstimmung die in den 50er Jahren herrschte, ist Vergangenheit, stattdessen Kapitalismus, Ungleichheit, Multikulti und Resignation!

Die 50er Jahre waren überhaupt die beste Zeit, welche die DDR gekannt hat. Allein die Fülle an Kultur und Kunst waren überwältigend. Schaut man mal in die alten Hefte der Kinderzeitschrift „Unser Robinson“ wird diese großartige Zeit wieder lebendig. Allein die Comicserie um Käpt´n Bramsegel von Franz Kerka, siehe auch: http://barrynoa.blogspot.de/2014/11/kaptn-bramsegel-und-wer-wei-mehr-uber.html, machen „Unser Robinson“ wertvoll.
 

Titelzeichnung von Franz Kerka
 
Auch die Leserbriefecke zeigt wie die Politik der DDR in den 50er Jahren noch ausgerichtet war: Leserbriefe aus West und Ost!
 

Ob wohl Hans-Jürgen Seeger, Roßlau, Ziegelstr. 2 noch lebt? Damals suchte er Briefaustausch zu einem 14-15jährigem Mädel und er interessierte sich für Zeichnen und Film. Wenn er noch lebt, so ist er, wie ich, heute ein alter Mann!   
 

Ein Buch, welches in „Unser Robinson“ angekündigt wurde, dies kaufte ich mir und habe es heute noch: Alfred Wellm, „Die Kinder von Plieversdorf“!
 


 
Ich fieberte mit den fortschrittlichen Dörflern mit und ich verachtete die in alten Vorstellungen lebenden Bauern, wie die Großmutter von Hein, die eine aus dem Nest gefallene Elster totschlagen wollte, weil das bei Bauern schon immer so üblich war. Wie froh war ich, als Hein die Elster rettete und zu sich nahm. Das fortschrittliche Neue setzte sich langsam durch, gegen das rückschrittliche primitive Alte.
 


 

Und natürlich kaufte ich als Kind auch „Robinsons billige Bücher“, die nur 2 Mark kosteten und gern wäre ich Mitglied im Robinson-Klub geworden und hätte das Robinson-Abzeichen getragen, doch irgendwie kam es nie dazu. Dann kamen bald die 60er Jahre und vieles ging den Bach herunter, auch „Unser Robinson“ wurde eingestellt.
 
Sic transit gloria mundi!

Freitag, 20. Mai 2016

Grausamer weiterer Fuchsangriff

Es ist mal wieder passiert: Der Fuchs schlug wieder zu!

Wie schon so oft, mußten meine lieben Hühner leiden. Die arme Wackel, schon zwei mal überstand sie mit knapper Not früher schwer verletzt einen Fuchsangriff, die griff der Fuchs und verschwand mit ihr auf Nimmerwiedersehen. Ich kann nur hoffen, daß sie schnell tot war, nicht lange leiden mußte.

Anders erging es Gertrud. Der Fuchs ging bestialisch mit ihr um, schleuderte sie gegen einen Stein und schüttelte sie so, daß sie sich schwere innere Verletzungen zuzog. Dann ließ er von ihr ab. Nur durch Schmeißen eines Silvesterknallers ließ sich der Fuchs vertreiben, er ergiff Wackel und verschwand.

Drei der Hühner (Braunchen, Tessia, Krümel) blieben unverletzt, erlitten aber einen Schock. Gertrud nahm ich rein ins Haus, aber ich konnte nichts mehr machen, sie rang schwer nach Luft, keuchte und schrie, bis sie in einem letzten Todeskampf noch einmal durchs Zimmer flatterte, um dann tot umzufallen.

Ich bin jedesmal erschrocken über die Grausamkeit mit der der Fuchs vorgeht, auch über seine Mordlust in die er sich steigert, so daß er sich von uns Menschen kaum abhalten läßt. Die Natur ist extrem grausam und ungerecht. Hühner sind bescheidene Wesen, tun keiner Seele was und müssen so ein Ende nehmen.

Um Gertrud trauere ich besonders, war sie doch ein mehr als anhängliches Huhn. Kaum kam ich in den Garten und setzte mich auf die Terrasse, so kam sie sofort und sprang zu mir auf den Sessel, machte die Kunststückchen, die ich ihr aus Joke beigebracht hatte, und leistete mir Gesellschaft. Sie war ein ausnehmend kluges Huhn.

Möge den bestialischen Fuchs die Kugel eines Jägers treffen!

Gertrud und Wackel (verdeckt) im März diesen Jahres
 
Die junge Gertrud

Wackel im Winterquartier
 
Wackel nach einem früheren Fuchsangriff
 
 
 

Montag, 16. Mai 2016

Pfingstgrüße Anno 1900, Teil 4

Aus meiner Sammlung von Postkarten um 1900 zum Pfingstfest drei Postkarten: "Fröhliche Pfingsten":



Sonntag, 15. Mai 2016

Pfingstgrüße Anno 1900, Teil 3

Aus meiner Sammlung von Postkarten um 1900 zum Pfingstfest zwei Postkarten: "Fröhliche Pfingsten":





Samstag, 14. Mai 2016

Pfingstgrüße Anno 1900, Teil 2

Aus meiner Sammlung von Postkarten um 1900 zum Pfingstfest zwei Postkarten: "Fröhliche Pfingsten":


Freitag, 13. Mai 2016

Pfingstgrüße Anno 1900, Teil 1

Aus meiner Sammlung von Postkarten um 1900 zum Pfingstfest eine Postkarte: "Fröhliche Pfingsten":