Donnerstag, 11. Februar 2016

Dokumente zur politischen Arbeit des Demokratischen Aufbruchs (DA) in Dessau und Anhalt, Teil 5

Heute ein paar Zeitungsausschnitte zum DA in Dessau und Anhalt, leider keinen Anspruch auf Vollständigkeit gewährend, da im Gegensatz zu den Dokumenten meine Zeitungssammlung sehr unübersichtlich ist und Packen an alten Zeitungen durchzusehen ich derzeit keine Zeit habe. Eventuell reiche ich weitere Artikel in einem späteren Beitrag mal nach.


Die vorherigen Teile, siehe hier:
 



 
 



 
Eine meiner mit großem Beifall bedachten Reden am Runden Tisch. Allerdings hat die Zeitung meinen Redebeitrag mit einem Druckfehler versehen. Ich sprach in meiner Rede von der damaligen SDP und nicht etwa SPD, wie die Zeitung schrieb:


 
Bitte diesen Beitrag zum besseren Lesen durch Anklicken vergrößern:


 

Mittwoch, 10. Februar 2016

Ansprechende Werbung von 1900 bis 1970, Teil 4

Teil 4 meiner kleinen Serie, die bisherigen Teile, siehe hier:



 
15 Pfennig kostete eine Tageszeitung um 1900, auch noch zu DDR-Zeiten, z.B. die "LDZ" und heute?

Vor Orwo war Agfa der Film des Fotoamateurs

Bockbier-Werbung mit wirklichem Ziegenbock

Pariser Eleganz in der Werbung

Schmetterlinge als Werbeträger

Schon damals, Tierliebe in der Werbung

Dieses Shampoo schäumt überschäumend (lol)!

Malzbonbons, wer kennt sie nicht aus der Kindheit, diese Plombenzieher!

Tiere und Kinder machten sich schon immer gut in der Werbung!

"Lux" für blütenweiße Wäsche

Vermouth läßt noch heute manche Säufernase entstehen

Der Westen fuhr "Vespa"-Roller, der Osten "Pitty" oder "Berlin-Roller"

Ein Wollfaden wäre tatsächlich etwas für einen Papagei zur Beschäftigung

Warum versteckte die Mutter aber auch die Süßigkeiten in so luftiger Höhe? 
 

Dienstag, 9. Februar 2016

Erinnerung an Marie Elizabeth Seymour Lucas (1855-1921)



Obigen Buchumschlag, der von der englischen Malerin und Illustratorin Marie Elizabeth Seymour Lucas (1855-1921) gestaltet wurde, den finde ich entzückend. Ein träumendes kleines Mädchen auf einem Lehnstuhl wird von einem wunderhübschen weißen Vogel umschwirrt und der selbe Lehnstuhl findet sich auf einem sehr bekannten Bild der Lucas wieder und wie man unschwer erkennen kann, da handelt es sich auch um das gleiche Mädchen als Modell, siehe dieses Bild:



Daß es der gleiche Stuhl ist und das gleiche Mädchen, das sieht man deutlich. Heute erst fiel mir das per Zufall auf. Es verwundert mich nicht, denn Marie Seymor Lucas gehörte Zeit ihres Lebens zu den akademischen Malern, die zwar draußen mitunter Skizzen anfertigten, die ihre Bilder aber immer im Atelier malten und dabei dann Modelle und Gegenstände, wie dieses Mädchen und diesen Stuhl, mehrmals einsetzten. Die Entdeckung, daß es sich um das gleiche Mädchen und den gleichen Lehnstuhl bei beiden Bildern handelt, die ist nun wirklich nichts weltbewegendes, aber für mich ein Grund diese Malerin mal hier im Blog vorzustellen, auch mit ein paar weiteren Bildern, siehe hier:



Das Leben der Armen war um 1900 kein Zuckerschlecken, denn schon als Kind mußte man hart arbeiten, u.a. "in Stellung" gehen, d.h. als Dienstmädchen arbeiten, bei einem langen Arbeitstag, kaum Lohn und kaum Freizeit. Das Putzen von Kupfergefäßen gehörte dazu.
 
 
Jungs blieb oft nur die Arbeit als Straßenkehrer!
 
 
Das Bild von Marie Elizabeth Seymour Lucas mit den Rabenvögeln darf natürlich nicht fehlen, dazu bin ich zu sehr ein Rabenfreund.
 
  

Montag, 8. Februar 2016

Dokumente zur politischen Arbeit des Demokratischen Aufbruchs (DA) in Dessau und Anhalt, Teil 4

Die ersten 3 Teile, siehe hier:




Schon zu DDR-Zeiten hatte Dessau eine Städtepartnerschaft mit Ludwigshafen und die Dessauer CDU kannte aus dieser Zeit etliche CDU-Leute von dort und nutzte das aus und bat während der Wendezeit um Unterstützung. Nun war die CDU in Ludwigshafen mit Leuten besetzt, die mit revolutionären Gruppen nichts am Hut hatte und die mißtrauisch gegenüber den Bürgerrechtsgruppen und neuen Parteien in der DDR waren. Da liebten sie schon eher die verbürgerlichten leisetreterischen Ost-CDU-Leute, die sehr spät auf den fahrenden Zug der friedlichen Revolution des Volkes aufgesprungen waren, um nicht ganz unter dessen Räder zu kommen.
 
Jedenfalls bekam die Dessauer Ost-CDU Unterstützung von der CDU aus Ludwigshafen. Blasse spießbürgerliche Jünglinge von der Ludwigshafener Jungen Union machten Infostände in Dessau auf und als wir davon erfuhren und unsere Jugendorganisation des DA, die Jungen Demokraten, dort hin ging und ihr Infomaterial und das des DA dort mit verbreitet haben wollte, da legten diese verhuschten Typen dieses zwar hin, aber als unsere Leute weg waren, da entfernten sie es wieder. Stattdessen verbreiteten sie neben ihrem Westmaterial Infozeugs der DDR-Blockpartei CDU. Sie waren aus dem gleichen Holz geschnitzt wie die Ost-CDU-Leute. Ich hatte so ein paar JU-Typen eingeladen, sie kamen auch und ich merkte bald, daß sie mit „Umstürzlertum“ nichts am Hut hatten, auch wenn es darum ging das SED-System los zu werden. Es lief diesen Typen wahrscheinlich genau so ein Schauer über den Rücken, wie sie ihn empfunden haben mögen, als in Westdeutschland Ende der 60er Jahre revolutionäre Kräfte gegen Reaktion und Spießbürgertum Front machten.
 
Als dann sogar noch der schon damals mit Vorsicht zu genießende Heiner Geißler für die Dessauer CDU Wahlkampfhilfe machte, auf einer Demo in Dessau sprach, und wir vom DA außen vor blieben, da reichte es uns. Ich schrieb einen Brief an die Ludwigshafener CDU, siehe Scan und ich beschwerte mich telefonisch in Berlin beim DA bei Oswald Wutzke und Angela Merkel. Und das muß man Angela Merkel lassen, die schon gute Kontakte zur Bundes-CDU in Bonn aufgebaut hatte, ab da wurden wir auch unterstützt, u.a. erhielten wir eine Lautsprecheranlage, die wir auf meinen Trabbi aufschraubten und wo wir durch Dessau fuhren und gegen die SED-PDS und die Cliquen an der Macht Stimmung machten, u.a stellten wir uns auch vor die Tore der NVA in Alten. Aus den Fenstern winkten uns die Soldaten zu, die Offiziere glotzten bloß verbissen. Es passierte nichts, was noch ein paar Wochen vorher undenkbar gewesen wäre.

Dank Oswald Wutzke und Angela Merkel bekamen wir für eine Demonstration von uns den wunderbaren Dr. Alfred Dregger als Gastredner. Wie ich später erfuhr, hatte sich Alfred Dregger spontan erklärt bei uns aufzutreten, er war damals kein Leisetreter wie andere CDU-Leute und wir hatten sofort einen gemeinsamen Draht zu ihm. Es wurde ein voller Erfolg! Auf dem Dessauer Rathausplatz versammelten sich tausende Bürger, schwenkten Fahnen und Transparente wie „Stasi in die Produktion“. Peter Pietzsch vom Dessauer DA hielt vor Alfred Dregger eine zündende Rede. Wer Pietzsch aus der Zeit noch kennt, der weiß, daß er ein großartiger Redner war, wie sonst keiner von uns und er kein Blatt vor den Mund nahm. Er war auch unter uns DA-Leuten als Hardliner bekannt. Die Stimmung damals, der frenetische Beifall ist in etwa nur zu vergleichen mit großen Reden bei Dresdner Pegida-Demos heutzutage, wo bekanntlich auch der berechtigte Volkszorn sich entlädt.
 
Dann Alfred Dregger! Es war eine bombastische Rede, voll mit uns in einem vorherigen Gespräch abgestimmt. Alfred Dregger erwähnte zwar die Allianz für Deutschland, hob dann aber ganz auf den Dessauer DA ab und seinen berechtigten Kampf gegen das bisherige Regime. Es war großartig und noch heute sind wir Dr. Dregger posthum dankbar, daß er sich so engagiert für unsere gerechte Sache eingesetzt hat. 
 

Schreiben an den CDU-Kreisverband Ludwigshafen

Flyer für unsere Demo mit Dr, Alfred Dregger

aufgehobenes Plakat



Vom Dessauer DA an die Bürger verteilte Broschüre über Alfred Dregger
 

Sonntag, 7. Februar 2016

Ansprechende Werbung von 1900 bis 1970, Teil 3

Hier der 3. Teil dieser Serie!

Die Teile 1 und 2 finden Sie hier:

http://barrynoa.blogspot.de/2016/01/ansprechende-werbung-von-1900-bis-1970.html

 
 
Diese Konfitüren müssen unwiderstehlich für das Mädchen und das Kätzchen sein!

Maizena kennt ein jeder, aber daß es Maizena auch in Frankreich gab, das wußte ich bisher nicht!

Wer Maizena nicht kaufte, der nahm Mondamin!

Hund und Katz wollen auch was abhaben!

"The German Confectionery in Liverpool"? Man kann es sich kaum vorstellen, daß bis 1913 zwischen Deutschland und England eine gute Beziehung bestand (offiziell!).

Esst mehr Früchte? Das konnten sich in den USA Anfang der 1930er Jahre auch nicht alle Bürger leisten und in Deutschland während der Weltwirtschaftskrise schon gar nicht!

Pure Nostalgie für mich, denn meine Oma nähte ihr Leben lang auf so einer Singer-Nähmaschine. Die tat ihren Dienst ohne kaputt zu gehen. Halten heutige Produkte so lange?

Gummi-Absätze - eine moderne Sache um 1920!

Der bekannte Künstler Ludwig Hohlwein war sich nicht zu schade Werbeplakate zu entwerfen (um 1900).

"Polar" schmeckt erst gut, wenn es kalt von einem Pinguin serviert wird, lol!

Zweideutige Slip-Werbung - so mit dem Känguru und seinem Beutel!

Yippee!

Die elegante Welt rauchte "Murad"

Was wohl ein Leopard mit einer Zigarette zu tun hat? Egal, die Werbung ist sehr ansprechend!

Komm nach Ägypten? In den 1920er Jahren ein schönes Reiseziel, da denke man nur an den Film "Tod auf dem Nil", aber in der Gegenwart sollte man muslimische Länder lieber meiden.   

Paris läßt grüßen. Allein die Mode von dort in den 1950er Jahren war umwerfend schön und konnte später nie wieder erreicht werden!

Tolle Reklame, mit dem Elefanten auf dem Nähseidenfaden der Marke "Gütermann", welcher dieses Gewicht hält. Wenn das keine Qualität ist, lol!